Russland: KMU-Kooperation

Technologieunternehmen GEA und die russische Agentur KMSP unterzeichnen Road Map für die Suche nach Zulieferern in Russland und Know-how-Transfer.

Nikita Banzekin, stellvertretender Generaldirektor KMSP (li.), Oliver Cescotti, Managing Director GEA Refrigeration RUS OOO und Michael Harms, Geschäftsführer des Ost-Ausschusses Foto: OA/Metz

In den Räumen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft haben der Düsseldorfer Spezialmaschinenbauer GEA und die russische Korporation für Mittelstandsförderung (KMSP) Ende Juli eine Vereinbarung über die Suche von russischen Zulieferunternehmen und Know-how-Transfer unterzeichnet. Es ist der zweite Kooperationsvertrag zwischen einem deutschen Unternehmen und der KMSP, der im Rahmen eines Projekts des Ost-Ausschusses vereinbart wurde. Im Mai dieses Jahres hatte Pumpenspezialist WILO die erste Vereinbarung unterzeichnet.

Lokalisierung und Know-how

Ziel ist es, die Lokalisierungstiefe deutscher Unternehmen in Russland zu erhöhen und den russischen Mittelstand mit Know-how zu unterstützen. „Im Rahmen dieses Projektes helfen wir den Firmen einerseits den russischen Lokalisierungsanforderungen gerecht zu werden, und andererseits den russischen Mittelstand weltmarkttaugliche Produkte zu entwickeln“, sagte Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Michael Harms. Der Vertrag regelt, wie, in welcher Zeit und nach welchen Kriterien die russischen Mittelständler ausgewählt werden. Zudem legt er fest, nach welcher Zeit die Ergebnisse evaluiert werden. Voraussetzung für eine Teilnahme am Programm ist entweder eine bereits existierende Produktion in Russland oder konkrete Pläne zur Lokalisierung.

Kontaktstelle Mittelstand

Deutsche Unternehmen in Russland haben es schwer, qualifizierte Lieferanten zu finden, die zuverlässig, in der gewünschten Menge, Qualität und zum gleichbleibenden Preis liefern können. Durch die Kooperation mit dem KMSP sollen die Unternehmen bei der Suche nach Zulieferern nach ihren Vorgaben unterstützt. Die Kontaktstelle Mittelstand im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft fungiert dabei als Vermittler.