SPIEF: Vereinbarungen über fast 30 Milliarden Euro Investitionen

Während des St. Petersburg International Econonmic Forum (SPIEF) traf sich der russische Präsident Wladimir Putin mit Außenminister Sigmar Gabriel. © Michael Metzel/TASS

ST. PETERSBURG. Das St. Petersburg International Economic Forum (SPIEF) war nicht allein eine Begegnung von mehr als 14.000 Vertretern der Politik und Wirtschaft aus Europa, den Vereinigten Staaten sowie aus Asien. Während des Wirtschaftstreffens, das vom 1. bis 3. Juni in der nördlichen Hauptstadt stattfand, wurden 475 Verträge über Investitionsvorhaben in Höhe von 1,8 Billionen Rubel (28,8 Mrd. EUR) geschlossen.

Großauftrag für die Linde Group

Einen der größten Aufträge schloss die Linde Group ab. Der Industriekonzern liefert eine neue Anlage zur Erzeugung von Ausgangsstoffen für die Kunststoffherstellung an den Chemiestandort Nischnekamsk in der Autonomen Republik Tatarstan. Das Petrochemieunternehmen PJSC Nischnekamskneftekhim hatte dem Münchener Anlagenbauer den Großauftrag im Wert von rund 9,5 Milliarden Euro erteilt. Ebenso unterzeichneten Linde und die Unternehmensgruppe TAIF, zu der auch Nischnekamskneftekhim gehört, ein Memorandum über eine strategische Zusammenarbeit. Außerdem schlossen der russische Präsident Wladimir Putin und der Indische Ministerpräsident Narendra Modi eine Vereinbarung über den Bau des fünften und sechsten Blocks am Atomkraftwerk Kudankulam mit einem Investitionsvolumen von 240 Milliarden Rubel (3,8 Mrd. EUR). Im Vorjahr wurden während des Forums 356 Verträge geschlossen. Im Jahr 2015 waren es nur 205.

Abendessen mit Putin

Während des Wirtschaftsforums unterhielt sich Putin zudem mit dem deutschen Außenminister Sigmar Gabriel bei einem Abendessen in seiner Petersburger Residenz. Zu diesem privaten Treffen nahmen auch der Ex-Bundeskanzler und Aufsichtsratsvorsitzender des Nord Stream-Konsortiums Gerhard Schröder sowie ausgewählte Vertreter der deutschen Wirtschaft teil. Zuvor hatte sich der russische Präsident mit Gabiel ein Vier-Augen-Gespräch geführt bei dem es unter anderem um Klimaschutz sowie die Ukraine-Krise ging.

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