Renten sinken, Reallöhne steigen nur langsam

Die Rente reicht in Russland nicht aus, die Rentner müssen extra Geld dazu verdienen. © kul20 / iStock
Die Rente reicht in Russland nicht aus, deswegen müssen die Rentner extra Geld dazu verdienen. © kul20 / iStock

MOSKAU: Das Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation sagt in seiner „Makroprognose – 2035“ der russischen Wirtschaft ein höheres Tempo in Vergleich zum durchschnittlichen Weltwirtschaftswachstum voraus. Trotzdem erwartet die Verfasser der Prognose einen verschwindend geringer Anstieg des Rentenniveaus bis 2035. Die Reallöhne sollen wiederrum erst 2022 wieder auf das Niveau von 2013 ansteigen. Das berichtet die Zeitung „Vedomosti“ mit Hinweis auf die Zielprognose des Ministeriums.

Um das Wachstum zu erreichen, sieht die Prognose eine Erhöhung der Beschäftigtenzahl, Arbeitsproduktivität sowie eine Steigerung der Investitionstätigkeit in den nächsten 20 Jahren vor. Die Anzahl der Beschäftigten soll durch die gesetzliche Erhöhung des Rentenalters für Männer und Frauen bis 65 und 63 Jahre zurückgehen. Dementsprechend soll die Anzahl der Rentner bis 2035 um 23 Prozent (7 Mio. Personen) im Vergleich zu 2017 zurückgehen. Die Zeitung berichtet, dass zusammen mit der Erhöhung des Rentenalters ein rasanter Rückgang in der Rentenhöhe erwartet wird. Heute beträgt die Rente etwa 35% des Gehaltes. 2035 wird sie nur noch 22% betragen.

In den nächsten 20 Jahren werden die Löhne der Prognose zufolge langsamer als die Wirtschaft wachsen. Im Bericht heißt es, dass im günstigsten Fall die Wirtschaft bis 2035 um 78% wachsen werde, das Einkommen der Bevölkerung solle um 55%, die Reallöhne um 56,6% und die Rente nur um 2,5% steigen.

 

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