SPIEF: Breite Unterstützung für „Lissabon-Wladiwostok“

Wirtschaftsvertreter und Experten diskutierten über den Wirtschaftsraum Lissabon-Wladiwostok © owc

ST. PETERSBURG. Einen Tag vor dem Petersburger Wirtschaftsforum, dem sogenannten „Tag Null“ des „SPIEF“, trafen sich Ende Mai hochrangige Experten, Politiker und Verbandsvertreter aus der europäischen und russischen Wirtschaft in drei von der Roscongress Stiftung organisierten Podiumsdiskussionen um die Zusammenarbeit im Rahmen eines gemeinsamen Wirtschaftsraums „von Lissabon bis Wladiwostok“ zu diskutieren. Im Anschluss unterzeichneten die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) und der Verband der italienischen Unternehmer in Russland das Roscongress-Memorandum zur Zusammenarbeit für einen gemeinsamen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok. Zuvor war das Abkommen bereits von dem Beratungshaus SCHNEIDER GROUP, der Banca Intesa und Thomas Vendome Investment unterzeichnet worden.

Bereits heute große Übereinstimmung

Ulf Schneider, Moderator der Panel-Diskussion, Geschäftsführender Gesellschaft der SCHNEIDER GROUP und Co-Vorsitzender des Arbeitskreises zur Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes resümiert: „Mit einer Strategie der kleinen, konkreten Schritte und zielgerichteter Zusammenarbeit in spezifischen Themenfeldern wie Normen und Zertifizierungsprozessen können wir viel erreichen. Bei den Normen in der EU und der EAWU stimmen bereits heute viel mehr Anforderungen überein, als wir meinen – im Bereich der Elektrotechnik zum Beispiel entsprechen 85 Prozent der EAWU-Normen denn internationalen und europäischen Standards.“
Auf der Konferenz trat eine breite Unterstützung von Managern und Verbandsvertretern aus West und Ost zutage. Sie forderten, dass „die Kommissionen der EU und der EAWU jetzt Gespräche zum Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis Lissabon beginnen sollten“.
Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der AHK in Moskau bekräftigte die zunehmende Einstimmigkeit vieler Unternehmen: „Aus der gemeinsamen Umfrage zur EAWU, die die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer, die Repräsentanz der Deutschen Wirtschaft in Belarus und die Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien Anfang des Jahres durchgeführt haben, geht hervor, dass bereits fast 70 Prozent der befragten Unternehmen Vorteile für ihr Geschäft durch die Eurasische Wirtschaftsunion erkennen.“ 60 Prozent der Befragten hielten demnach die EAWU eher für ein weiteres Wirtschaftsbündnis, denn für ein Projekt, dass die Hegemonie Russlands in der Region stärken soll.

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