Deutsche und russische Wirtschaft starten Digitalisierungsinitiative

Deutsches Know-how ist für die Modernisiserung der russischen Wirtschaft gefragt. © TASS

ST. PETERSBURG. Im Rahmen des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF) starten der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der russische Industrieverband PSPP eine Digitalisierungsinitiative für russische Unternehmen und Institutionen. Unter anderem ist der Aufbau eines Demonstrationszentrums der deutschen Wirtschaft für Digitalisierungslösungen in Russland Vorgesehen, wie der Ost-Ausschuss mitteilte. Eine entsprechende Vereinbarung soll am 1. Juni auf dem SPIEF unterzeichnet werden. „Beim Thema Digitalisierung gibt es ein riesiges Potenzial für eine intensivere Zusammenarbeit mit Russland“, sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Wolfgang Büchele. Dafür seien auch Gespräche über die Standards der Digitalisierung in Europa dringend notwendig. Aktuell wird angenommen, dass weltweit nur 3,5 Prozent und in Russland ein verschwindend geringer Anteil der Fabriken in digitale Netzwerke zur Analyse und Optimierung von Produktionsprozessen integriert sind.

Die Unterzeichnung der Kooperation mit dem RSPP findet im Anschluss an eine Diskussionsrunde zum Thema „Smart Factoring – Efficiency Enhancement by Networked Production“ statt. Zu den Teilnehmern der Runde gehören neben Roland Busch (Siemens) auch der zuständige Minister der Eurasischen Wirtschaftskommission, Sergej Sidorsky, Alexander Khatyn, Geschäftsführer der Yandex-Data-Factory, Andrej Bietvetski, Geschäftsführer von SAP Labs in den GUS-Staaten, Igor Bogachev, Vize-Präsident des IT-Clusters der Skolkovo-Stiftung sowie Rainer Lindner, CEO für Zentral- und Osteuropa, Mittler Osten und Afrika der Schaeffler AG.

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