EAWU: Einheitlicher Pharmamarkt

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MOSKAU. Die Eurasische Wirtschaftsunion startet einen gemeinsamen Markt für Arzneimittel. Dafür hatte die Eurasische Wirtschaftskommission (EAWK) am 6. Mai ein entsprechendes Gesetzespaket ratifiziert, wie aus einer Pressemitteilung der EAWK hervorgeht. „Damit gelten von nun an einheitliche Regeln für den Umlauf von Arzneimitteln in den fünf Mitgliedstaaten der EAWU“, erklärte der EAWU-Minister für Technische Regulierung, Walerij Koreschkow. Gemeinsame Regeln vereinfachten den Verwaltungsaufwand und reduzierten Kosten, fügte er hinzu. Pharmazeutische Präparate werden künftig in den einzelnen Ländern nach Vorgaben der EAWU registriert, was zum Vertrieb der Produkte in allen Mitgliedsländern berechtigt.

Bis Ende 2020 dürfen sich Hersteller entscheiden, ob sie ihre Produkte nach den nationalen Verfahren registrieren oder nach den neuen EAWU-Regeln. Diese Übergangsphase der Registrierung soll bis mit Ablauf des Jahres 2025 abgeschlossen sein. Dann ist eine nationale Registrierung ist nur noch in dem jeweiligen Staat gültig, in der sie ausgestellt wurde. Rechtsakte, die Vorgaben an Qualität, Herstellung und Klassifizierung von Arzneimitteln enthalten, orientieren sich nach Angaben der Eurasischen Wirtschaftskommission an internationaler Praxis und an entsprechenden Rechtsakten der Europäischen Union.