Nord Stream 2: Alte Partner, neue Partner

BERLIN. Uniper, Wintershall, ENGIE, OMV und Shell finanzieren das Pipelineprojekt Nord Stream 2. Die Konzerne unterzeichneten Ende April Finanzierungsverträge über 50 Prozent der gesamten Projektkosten, wie aus einer Pressemitteilung von Wintershall hervorgeht. Damit haben sich die Energieunternehmen zu Beiträgen von bis zu 950 Millionen Euro an dem Projekt Nord Stream 2 verpflichtet. Dagegen bleibt Gazprom alleiniger Aktionär.

Die Nord Stream 2 AG und fünf Energieunternehmen unterzeichneten die Finanzierungsvereinbarung.

 

Im Sommer vergangenen Jahres waren die westeuropäischen Energiekonzerne aus dem Bauprojekt ausgestiegen. Das dafür geplante Konsortium war geplatzt. Als Grund war ein kartellrechtlicher Konflikt mit Polen genannt worden.

Die 1.220 Kilometer lange Nord Stream 2 Gaspipeline, mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, wird eine direkte Verbindung zwischen den russischen Gasreserven und den europäischen Gaskunden von der russischen Küste durch die Ostsee nach Greifswald (Deutschland) bieten. Die Bauarbeiten werden im Jahr 2018 beginnen und bis Ende 2019 abgeschlossen sein.

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