Nationalbank-Chef Kirgisistans: Jeder sollte Gold besitzen

Jeder kirgisische Bürger soll zukünftig mindestens 100 g Gold besitzen. iSTock © feije
Jeder kirgisische Bürger soll zukünftig mindestens 100 Gramm Gold besitzen. iSTock © feije

Der Zentralbank-Chef von Kirgisistan, Tolkunbek Abdygulow, ermutigt seine Bevölkerung Ersparnisse in Gold statt in Vieh zu investieren. Dies sagte er in einem Telefoninterview mit Bloomberg. Demnach sollte jeder kirgisische Bürger künftig mindestens 100 Gramm Gold besitzen. Denn dieses „kann über eine lange Zeit gelagert werden, und trotz der Preisschwankungen auf den internationalen Märkten verliert es nicht seinen Wert für die Bevölkerung zum Vermögenserhalt“, erklärte er.

Zentralbank bietet Infrastruktur

Seit zwei Jahren bietet die kirgisische Zentralbank Bürgern Gold zum Kauf an. In diesem Zeitraum wurden mehr als 140 Kilogramm verkauft. Dennoch sei in den ländlichen Gegenden vor allem Vieh das beliebteste Anlageobjekt. „Wir hoffen, dass die Bevölkerung unseres Landes lernen wird, seine Ersparnisse in Vermögenswerte zu diversifizieren.“ Deshalb bietet die Zentralbank laut Bloomberg als einzige Bank eine entsprechende Infrastruktur: Es werden Stäbe unterschiedlicher Größe zwischen 1 bis 100 Gramm und Lagerdienstleistungen verkauft.

Kirgisistan ist zwar der größte Goldproduzent im zentralasiatischen Raum. Die Pläne des Zentralbankchefs würden aber bedeuten, dass die Bevölkerung etwa 600 Tonnen Gold besitzen würde, was dem 30-fachen der aktuellen Jahresproduktion entspricht.