Kirgistan trägt zum Wirtschaftswachstum der EAWU bei

Kirgistan erweist sich als am stärksten wachsende Wirtschaft innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU). Die Eurasische Wirtschaftskommission tagte vor Kurzem in Bischkek.

Die Weltkarte auf dem EAWU-Emblem soll den friedlichen Charakter der Wirtschaftsunion unterstreichen.

BISCHKEK. Der für lange Zeit niedrige Ölpreis wirkte sich negativ auf den Warenumschlag innerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion aus. Die Handelsbilanz des vergangenen Jahres viel dagegen positiv aus. „Die Erschließung neuer gemeinsamer Märkte macht es möglich, die Herausforderungen vor denen unsere Länder stehen, zu bewältigen“, sagte Tigran Sarkisjan, Vorsitzender der Eurasischen Wirtschaftskommission während einer Sitzung des Eurasischen Interregierungsrates in Bischkek.

Kirgistan verzeichnet stärkstes Wachstum

Die EAWU sei bei den Verhandlungen über Freihandelsabkommen mit dem Iran, Singapur, Kambodscha sowie mit der Volksrepublik China vorangekommen so Sarkisjan. Dabei zeigte die kirgisische Volkswirtschaft im vergangenen Jahr das stärkste Wachstum aller EAWU-Partnerländer mit einem BIP von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2015. Russlands Wirtschaft schrumpfte im Jahresvergleich um 0,2, die weißrussische Wirtschaft gar um 2,6 Prozent. Dagegen wuchsen die kasachische Wirtschaft und die armenische Wirtschaft um je 1,0 Prozent und 0,2 Prozent gegenüber 2015. So betrug das durchschnittliche Wirtschaftswachstum der EAWU 0,4 Prozent. Kirgistan ist im Jahr 2015 in die Eurasische Wirtschaftsunion eingetreten und hat für dieses Jahr den Vorsitz inne.

Keine Plattform für bilaterale Unstimmigkeiten mit Russland

Während der Sitzung brachte der Ministerpräsident Weißrusslands, Andrej Kobjakou, seine Beunruhigung bezüglich der Einhaltung der weißrussischen Gasverträge mit Russland zum Ausdruck. Er warf Russland vor, seinen Verpflichtungen innerhalb der EAWU nicht nachzukommen. Dagegen hielt es Premierminister Dimitrij Medwedjew für unangemessen, bilaterale Unstimmigkeiten auf dem gemeinsamen Parkett der EAWU auszutragen.

Foto: cc wikipedia/Eurasian Comission