China: Weiterhin Wachstumstreiber für deutschen Außenhandel

China bleibt Wachstumstreiber im Außenhandel © HHLA/Thies Rätzke
China bleibt Wachstumstreiber im Außenhandel © HHLA/Thies Rätzke

HAMBURG. Ende Februar veröffentlichte der OAV – German Asia-Pacific Business Association seinen Kurzbericht zum deutschen Außenhandel mit der Region Asien-Pazifik im Kalenderjahr 2016. China bleibt weiterhin Wachstumstreiber für den deutschen Außenhandel, so die Einschätzung der OAV-Fachleute. Deutschland und China handelten im vergangenen Jahr Waren im Wert von 169,9 Milliarden Euro – ein Zuwachs von knapp 6,7 Milliarden Euro (zum Vergleich: im Jahr 2015 lag das bilaterale Außenhandelsvolumen bei 163,2 Milliarden Euro). Dies entspricht fast der Hälfte (48 Prozent) des deutschen Handels mit der Region Asien-Pazifik und etwa acht Prozent des deutschen Handels mit der Welt. Vor allem die deutschen Ausfuhren konnten auf insgesamt 76,1 Milliarden Euro deutlich zulegen (+ 6,8 Prozent). Der Rückgang der deutschen Exporte nach China im Jahr 2015 um 4,2 Prozent konnte somit im vergangenen Jahr wieder aufgeholt werden. Die Volksrepublik konnte ihre Ausfuhren nach Deutschland um zwei Prozent auf 93,8 Milliarden Euro ausbauen. Das deutsche Handelsbilanzdefizit mit China verringerte sich auf 17,6 Milliarden Euro. Die bilateralen Handelsbeziehungen zeigen sich somit unbeeindruckt von den niedrigeren Wachstumszahlen der chinesischen Wirtschaft.
Der deutsche Handel mit der Region Asien-Pazifik wuchs im Jahr 2016 im vierten Jahr in Folge und erreichte mit einem Volumen von 355,7 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Mit einem Plus von 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten vor allem die deutschen Exporte kräftig zulegen. Die Summe der abgesetzten Güter in die Region Asien-Pazifik nahm um 7,4 Milliarden zu und belief sich auf insgesamt 170,6 Milliarden Euro. Die Importe aus Asien-Pazifik stiegen ebenfalls (+ 2,9 Prozent) und beliefen sich im Betrachtungszeitraum auf 185,2 Milliarden Euro. Das deutsche Handelsbilanzdefizit verringerte sich somit auf 14,6 Milliarden Euro (2015: 16,8 Milliarden Euro). Der Anteil des deutschen Handels mit Asien am gesamten deutschen Außenhandel stieg um einen halben Prozentpunkt auf nunmehr 16,5 Prozent.
Japan bleibt mit einem Handelsvolumen von 40,3 Milliarden Euro Deutschlands zweitgrößter Handelspartner in der Region. Nach einem starken Wachstum im Jahr 2015 entwickelten sich die Handelsbeziehungen mit Indien im letzten Jahr nur verhalten positiv. Indien bleibt aber der viertgrößte deutsche Handelspartner in Asien-Pazifik. Auf Rang liegt Südkorea mit einem Handelsvolumen von 24,9 Milliarden Euro.