Import von Geflügel aus der EU kann verboten werden

Wegen der in Westeuropa grassierenden Vogelgrippe kann der Geflügelimport nach Russland verboten werden.

MOSKAU. Geflügel und Bruteier aus der Europäischen Union sollen künftig nicht mehr nach Russland eingeführt werden, wenn dort die Tiere von der Geflügelpest bedroht sind. Laut einer Mitteilung der russischen Agraraufsichtsbehörde Rosselchosnadsor dürfen keine Geflügelprodukte, Futtermittel aus weiter verarbeitetem Geflügelfleisch sowie lebende Tiere nach Russland gebracht werden, wenn im Herkunftsland das Risiko einer Geflügelpest zu hoch ist. Die Behörde werde beim Generaldirektorat der Europäischen Kommission die nötigen Informationen über das Risiko-Management der einzelnen Länder bezüglich der Vogelgrippe einfordern, schrieb die Nachrichtenagentur Interfax.

Russland importiert Bruteier

Sollte ein Land den Auflagen zur Prävention der aviären Influenza nicht genügend nachkommen, behalte sich die Behörde vor, die Einfuhr von Geflügel zu verbieten. Nicht unter das im Jahr 2014 verhängte Einfuhrverbot westlicher Lebensmittel in die Russische Föderation zählen Bruteier und lebende Vögel. Im Jahr 2015 importierte Russland rund 0,7 Milliarden Bruteier aus der EU.

Tritt das Verbot in Kraft, dürfen aus folgenden Bundesländern keine Geflügelprodukte sowie Bruteier nach Russland importiert werden: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Thüringen, Bayern. Ebenfalls von den Maßnahmen betroffen sind Österreich, Großbrittanien, Ungarn, Bulgarien, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei, Frankreich, Kroatien, der Tschechischen Republik und Schweden. Es kann in zwei Wochen in Kraft treten, hieß es.

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