Go für TurkStream-Bau

Erdogan und Putin auf dem World Energy Congress. Rechts im Bild der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev

MOSKAU/ANKARA. Der russische Präsident Wladimir Putin hat sein Go für den Bau der TurkStream-Pipeline gegeben. Zuvor hatten bereits der Föderationsrat und die Staatsduma zugestimmt. Mit der Leitung könne Russland seinen Verpflichtungen gegenüber den Staaten der Europäischen Union nachkommen und das Risiko des Transportausfalls verringern, sagte Jurij Sentjurin, Vizeminister für Energie. TurkStream soll ab 2019 in Betrieb genommen werden. Bisher führen die Wege, auf denen Russland Gas in die EU exportiert, durch die Ukraine und die Ostsee. TurkStream soll aus zwei Pipelines bestehen, die von der russischen Stadt Anapa durch das Schwarze Meer führen. Auf dem 23. World Energy Congress in Istanbul am 10. Oktober 2016 hatten die Energieminister beider Länder die Vereinbarung im Beisein der Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und Wladimir Putin unterzeichnet. Das Projekt war 2014 entstanden, nachdem der russische Plan, mit South Stream eine Pipeline durch das Schwarze Meer und Bulgarien zu bauen, um damit Südeuropa unter Umgehung der Ukraine mit Gas zu versorgen, am Widerstand der Europäischen Union gescheitert war. Nach dem Abschuss eines russischen Bombers durch die türkische Luftwaffe 2015 wurde das Projekt jedoch eingefroren.

Foto: Präsidialadministration der RF

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