Wirtschaftswachstum bricht ein

Die türkische Wirtschaft leidet unter einem Einbruch der Konjunktur. Erstmals seit der Krise 2009 schrumpfte das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal des vergangenen Jahres um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

ISTANBUL. Das teilte das Amt für Statistik Ende Januar mit. Experten gingen von einem Minus von 0,5 Prozent aus. Medienberichten zufolge haben sich Investoren aufgrund der Terroranschläge, einer schwachen Landeswährung sowie des gescheiterten Putsches von Teilen des Militärs aus der Türkei zurückgezogen.

 

Wachstum nur auf dem Papier

Die türkische Regierung hat das erfahren zur Berechnung des Bruttoinlandsprodukts geändert. Laut einem Bericht des Portals „BusinessInsider“ wuchs das BIP in der staatlichen Bilanz von 720 Milliarden Lira auf 861 Milliarden Lira (rund 801 Mrd. EUR). Dabei beruft sich das Portal auf einen Bericht der türkischen Zeitung Hürriyet. Demnach stieg die Wachstumsrate um mehr als 2,0 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent. Dem Bericht zufolge hat die Verwaltung in Ankara ihre Arbeit auf die europäische Buchhaltungsrichtlinie Esa 2010 umgestellt. Investoren müssten sich auf stärkere Wachstumsschwankungen einstellen, hieß es.

 

FOTO: Wikimedia/Perez Partensky

 

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