China: Deutsch-asiatischer Handel weiter positiv

Das größte Containerschiff der Welt, die CSCL GLOBE, machte Anfang 2016 erstmals im Hamburger Hafen fest. © HHM/Dietmar Hasenpusch
Das größte Containerschiff der Welt, die CSCL GLOBE, machte Anfang 2016 erstmals im Hamburger Hafen fest. © HHM/Dietmar Hasenpusch

HAMBURG. Der deutsche Handel mit der Asien-Pazifik-Region hat sich in den ersten drei Quartalen 2016 positiv gegenüber dem Vorjahreszeitraum entwickelt, berichtet der OAV. Sowohl die Exporte (plus 1,7Prozent) als auch die Importe (plus 2,0 Prozent) stiegen in den ersten neun Monaten moderat an. Die deutsch-asiatischen Handelsbeziehungen zeigen damit eine positivere Entwicklung als der deutsche Außenhandel mit der Welt (Exporte: plus 0,7 Prozent, Importe:  minus 0,3 Prozent). Deutschland exportierte Waren im Wert von insgesamt 124,5 Milliarden Euro und führte Produkte im Wert von 136,8 Milliarden Euro ein. Das Handelsvolumen lag damit etwa 4,8 Milliarden Euro über dem Vorjahreszeitraum.

 Besonders erfreulich entwickelten sich die deutschen Ausfuhren nach China. Deutsche Exporteure konnten dort in den ersten Monaten 2016 Güter im Wert von 55,6 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent) absetzen. Umgekehrt nahmen auch die Importe aus China leicht zu (0,7 Prozent). Das deutsche Handelsbilanzdefizit verringerte sich damit leicht auf minus 12,8 Milliarden Euro.

 Positiv entwickelten sich auch die Handelsbeziehungen mit Japan. Sowohl die Exporte (plus 6,6 Prozent) als auch die Importe (plus 9,6 Prozent) stiegen in den ersten drei Quartalen in außergewöhnlich hohem Maße. Der Handel mit Japan war in den letzten Jahren tendenziell von Stagnation geprägt. Japan baut damit seinen Vorsprung auf Deutschlands drittwichtigsten Handelspartner in der Region, Südkorea, aus. Der Handel mit dem politisch und wirtschaftlich angeschlagenen Korea entwickelte sich negativ. Hiervon waren sowohl die deutschen Exporte (minus 4,2 Prozent) als auch die Importe (minus 3,2 Prozent) betroffen. Der Handel mit Indien hatte in den ersten neun Monaten des Jahres leichte Abwärtstendenzen zu verbuchen. Die deutschen Importe verringerten sich um 0,4 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro und auch die deutschen Ausfuhren gingen um 2,0 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro zurück.