Steuersätze und Verwaltungaufwand im Vergleich

Kernaussagen in Paying Taxes 2017 © PwC
Kernaussagen in Paying Taxes 2017 © PwC

LONDON. Die Volkswirtschaften auf der Welt arbeiten daran, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen, der aus steuerlichen Fragen resultiert, weiter zu verringern. Während der Gesamtsteuersatz (gemäß Definition der „Doing Business“-Methode der Weltbank) des untersuchten Durchschnittsunternehmens im Vergleich zum Vorjahr minimal um 0,1 Prozentpunkte auf 40,6 Prozent des Unternehmensgewinns gesunken ist, hat sich der jährliche Aufwand, den ein Unternehmen zur Erfüllung seiner Steuern- und Abgabenpflicht benötigt, deutlich reduziert – um 8 Stunden auf  251 Stunden. Das ist ein Ergebnis von „Paying Taxes 2017“, einer Studie der Weltbank-Gruppe und PwC.

Mit einer Total Tax Rate von 48,9 Prozent belegt Deutschland Platz 48 von insgesamt 190 Volkswirtschaften. Der jährliche Zeitaufwand für ein mittelgroßes Unternehmen zur Erfüllung seiner Steuern- und Abgabenpflicht liegt im Schnitt bei 218 Stunden. Zum Vergleich: Russland belegt mit einer Steuerquote von 47,4 Prozent und einem Verwaltungsaufwand von 168 Stunden Rang 45, die Ukraine mit 51,9 Prozent und 356 Stunden Platz 84. Polen rangiert mit 40,4 Prozent und 271 Stunden auf Platz 47, die Türkei mit 41,1 Prozent und 217 Stunden auf Platz 128.

Die Studie „Paying Taxes 2017“ erfasst alle Pflichtsteuern und -beiträge, die ein mittelgroßes Unternehmen pro Jahr zu zahlen hat. Die jährlich erscheinende PwC-Studie basiert auf dem Kapitel Paying Taxes im Bericht Doing Business der Weltbankgruppe.