Nord Stream II: Erste Pipeline-Rohre in Mukran eingetroffen

SASSNITZ-MUKRAN. Die ersten 148 Rohre für die geplante Ostseepipeline „Nord Stream II“ haben Ende Oktober den Hafen Sassnitz-Mukran erreicht. Dort werden sie für die Installierung auf dem Meeresboden vorbereitet.

Diese Rohre sollen ab 2019 russisches Gas nach Deutschland leiten © Nord Stream 2 AG
Diese Rohre sollen ab 2019 russisches Gas nach Deutschland leiten © Nord Stream 2 AG

Im Hafen Sassnitz-Mukran auf Rügen liegen die ersten Rohre für die geplante Ostseepipeline „Nord Stream II“. Ein Zug mit 148 Stahlrohren erreichte den Hafen Ende Oktober.

Empfänger ist die Wasco Coatings Germany GmbH, die im Auftrag des Pipeline-Konsortiums für die Verlegung der zwölf Meter langen und im Querschnitt 1,15 Meter messenden Röhren zuständig ist. Wasco Energy ist ein weltweit tätiger Dienstleister für die Öl- und Gasbranche mit Hauptsitz in Malaysia.

Die nahtlosen Rohre, die von der Salzgitter-Tochter Europipe in Mülheim an der Ruhr produziert wurden, werden von Wasco an Ort und Stelle für die Verlegung unter Wasser vorbereitet und dazu mit Beton ummantelt. Für diesen Arbeitsschritt sollen in Mukran zunächst 35 Arbeitsplätze entstehen. Mit der Ummantelung will Wasco im kommenden Jahr beginnen.

Eine erste Lieferung Rohre erreichte im September Wascos zweites Ummantelungswerk im finnischen Kotka. Sie wurden vom russischen Metallurgiekonzern OMK in Tscheljabinsk gebaut. Insgesamt werden für die knapp 1.000 Kilometer lange Gasleitung knapp 200.000 Rohre benötigt.

Haupteigner des Konsortiums hinter der geplanten Ostseepipeline „Nord Stream II“ ist Gazprom. Von europäischer Seite unterstützen Uniper, Shell, Wintershall, OMV und Engie das politisch äußerst umstrittene Projekt.