Coface-Studie: Wirtschaft in Mittel- und Osteuropa weiter im Aufschwung

Coface CEE Top 500 Ländervergleich © Coface
Coface CEE Top 500 Ländervergleich © Coface

WIEN. Das BIP in Mittel- und Osteuropa stieg 2015 im Durchschnitt um 3,3 Prozent, nach 2,6 Prozent in 2014. Der Privatkonsum zog durch die sinkende Arbeitslosigkeit sowie höhere Gehälter an. Zudem stützten EU-Fördermittel die Investitionen. Aber wie erging es den größten Unternehmen der Region? Der Kreditversicherer Coface präsentiert als Antwort die achte Ausgabe seiner jährlichen Studie zu den Top 500 Unternehmen „Coface CEE Top 500“.

Die Entwicklungen im Ranking der Top 500 Unternehmen veranschauliche die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im vergangenen Jahr, so Katarzyna Kompowska, Coface Executive Manager Central and Eastern Europe. 2015 war ein Jahr mit solidem Wachstum für die Unternehmen. Die CEE Top 500 Unternehmen steigerten den Umsatz um 4,2 Prozent auf 593 Milliarden Euro, den Gewinn um 3,7 Prozent auf 26,9 Milliarden Euro. Polen beheimatete erneut die meisten der Top-Unternehmen. Insgesamt schafften es 167 polnische Unternehmen in das Ranking. Tschechien konnte mit 71 Unternehmen seine Position unter den Top 500 das vierte Jahr in Folge verbessern. Ungarn dagegen verlor eine Position, sicherte sich dennoch mit 69 Unternehmen wieder einen Platz auf dem Podest.

Eine anhaltende positive Entwicklung zog sich durch fast alle Branchen der CEE Top 500. Die Textilbranche mit einem Umsatzplaus von 14,8 Prozent und die Automobil- und Transportbranche mit 10,3 Prozent gehörten zu den größten Gewinnern. Der Sektor Mineralölprodukte, Chemikalien, Kunststoffe und Pharmazeutika stellt weiterhin die meisten Top Unternehmen (111 von 500). Dennoch war die Branche wegen der weiterhin niedrigen Ölpreise die einzige Industrie mit sinkenden Umsätzen (-8,3 Prozent). Die günstigen Wirtschaftsbedingungen in der Region setzen sich weiter fort. Die Prognosen für 2016 entsprechen fast jenen von 2015 – mit einem geschätzten BIP-Wachstum von drei Prozent. Weitere Verbesserungen am Arbeitsmarkt sowie das wachsende Vertrauen der Konsumenten werden die Haushaltsnachfrage als wichtigsten Wirtschaftsmotor in Mittel- und Osteuropa stärken, so Michael Tawrowsky, Country Manager Coface Austria.