Iran: Direkte Flugverbindung zwischen München und Teheran

Von München nonstop in die iranische Hauptstadt Teheran © iStock
Von München nonstop in die iranische Hauptstadt Teheran © iStock

MÜNCHEN/TEHERAN. Seit heute fliegt Lufthansa wieder nonstop von München nach Teheran. Nicht nur in Bayern begrüßen Wirtschaft und Politik die reaktivierte Verbindung.
Drei Mal pro Woche startet seit dem 4. Juli eine Airbus A330-300 von München aus Richtung Teheran. Die Verbindung unter der Flugnummer LH 602 startet jeweils um 22:10 Uhr und erreicht die iranische Hauptstadt um 05:20 Uhr. Mit der neuen Verbindung ergänzt die Lufthansa Group ihr tägliches Angebot ab Frankfurt. Außerdem fliegt die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines bis zu zweimal täglich ab Wien.

„Durch die zunehmenden Wirtschaftsbeziehungen erwarten wir für die Zukunft eine deutlich erhöhte Nachfrage. Auch bei Kulturreisenden gewinnt Iran immer mehr an Bedeutung“, sagt Thomas Winkelmann, CEO Lufthansa-Hub München. Die Verbindung zwischen München und Teheran wurde bereits vom Frühjahr 2004 bis zum Sommer 2006 angeboten.

Die iranische Hauptstadt liegt auf rund 1.100 Metern Höhe und kann mit einer Fülle von Sehenswürdigkeiten aufwarten, darunter auch drei Skiresorts. Die Metropole zählt mehr als zehn Millionen Einwohner. In Teheran ist die Hälfte der iranischen Industrie angesiedelt, vor allem die Erdöl- und Erdgasindustrie. Weitere Wirtschaftssparten sind die Textil- Landwirtschafts- und Baustoffindustrie.

Politik begrüßt die neue Verbindung

Im vergangenen November führte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eine Wirtschaftsdelegation in den Iran © Bayerische Staatskanzlei
Im vergangenen November führte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner eine Wirtschaftsdelegation in den Iran © Bayerische Staatskanzlei

Ilse Aigner sagte dazu: „ Bayerische Unternehmer können ihre Chancen im Iran noch besser nutzen. Die anhaltende Öffnungsphase des Landes müssen wir unbedingt weiter mitnehmen.“ Im November 2015 hatte Aigner mit einer Delegation den Iran. Seitdem hätten sich die Kontakte zwischen Bayern und dem Iran auf allen Ebenen weiterentwickelt, teilte das Bayerische Wirtschaftsministerium mit. Kommenden Herbst ist eine erneute Delegationsreise der Wirtschaftsministerin geplant mit Schwerpunkt auf der Maschinenbaubranche.

Absicherung von Iran-Geschäften künftig wieder möglich

Auch das Thema Banken und Finanzen werde dabei eine große Rolle spielen, um die finanzielle Abwicklung des wachsenden Irangeschäfts gewährleisten zu können und bestehende Einschränkungen im Zahlungsverkehr zu überwinden. Nach Tilgung der iranischen Auslandsschulden gegenüber der Bundesrepublik Deutschland ist der Weg frei für die Absicherung von Irangeschäften.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium und die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft stehen mit mehreren iranischen Banken in Kontakt. Ziel ist, dass eine iranische Bank in München eine Filiale eröffnet.