ZF gründet Landesgesellschaft im Iran

Die Hauptverwaltung in Friedrichshafen © ZF Friedrichshafen AG
Die Hauptverwaltung in Friedrichshafen © ZF Friedrichshafen AG

TEHERAN/FRIEDRICHSHAFEN. Nach der Lockerung der Wirtschaftssanktionen zu Beginn dieses Jahres intensiviert die ZF Friedrichshafen AG ihr Engagement im Iran. Dazu hat das Unternehmen eine Landesgesellschaft gegründet, die ZF Pars SSK, unter deren Dach fortan die Geschäftsaktivitäten gebündelt werden.Die im Iran verkauften Pkw, Lkw und Busse stammen vorwiegend aus lokaler Fertigung. Nachdem die Produktion durch die Wirtschaftssanktionen der Vereinten Nationen, der EU und der USA in den vergangenen Jahren stark gedrosselt war, gehen Marktbeobachter nun von einer spürbar anziehenden Nachfrage aus.
Mit der neuen Landesgesellschaft sollen die bestehenden Aktivitäten gebündelt und zugleich neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Die vorerst rund zehn Mitarbeiter der ZF Pars SSK haben ihren Sitz in der Hauptstadt Teheran. Perspektivisch sollen weitere Mitarbeiter hinzukommen. ZF ist im Iran seit rund 30 Jahren aktiv und seit Mitte der 1980er Jahre mit 16,7 Prozent an dem Joint Venture S.S. Charkheshgar beteiligt. In dem Werk in Tabriz im Nordiran werden Nutzfahrzeuggetriebe gefertigt, die vor allem in Stadtbussen eingesetzt werden. Die Geschäftstätigkeit des Joint Ventures, das neben der neuen Landesgesellschaft ZF Pars SSK weiterhin bestehen bleibt, soll weiter intensiviert werden. Auch eine Modernisierung der Produktionsanlagen ist vorgesehen.