Deutschlands Osthandel in aktuellen Zahlen

BERLIN. Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft hat Ende Mai eine Übersicht des Osthandels im ersten Quartal 2016 veröffentlicht. Darin findet sich eine genaue Aufstellung der aktuellen Auf- und Absteiger der deutschen Handelspartner im Osten.

Insgesamt ist der Wert der deutschen Ein- und Ausfuhren in und aus den 21 Ländern dieser Region um 3,1 Prozent auf 25,22 Milliarden Euro gesunken. Zwischen Januar und März 2015 betrug der Handelsumsatz noch knapp 26 Milliarden Euro. Weltweit verkaufte und bezoge Deutschland im ersten Quartal 2016 Güter und Dienstleistungen im Wert von rund 530,55 Milliarden Euro, was ein leichtes Plus von 0,52 Prozent bedeutet.

 

Der deutsche Osthandel im ersten Quartal 2016 © Ost-Ausschuss
Der deutsche Osthandel im ersten Quartal 2016 © Ost-Ausschuss

Russland

Im ersten Quartal 2016 ist der Handelsumsatz Deutschlands mit Russland im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Prozent gesunken und erreichte knapp elf Milliarden Euro. Die Importe nach Deutschland (6,1 Milliarden Euro) überstiegen dabei die Exporte nach Russland (4,7 Milliarden Euro). Die deutschen Einfuhren schrumpften mit 15,2 Prozent wesentlich stärker als die Ausfuhren (-3,9 Prozent). Gemessen am Warenumsatz bleibt Russland der mit Abstand größte Handelspartner Deutschlands unter den vom Ost-Ausschuss beobachteten Ländern. Dahinter folgen Rumänien (6,1 Milliarden Euro; +11,8 Prozent), Bulgarien (1,5 Milliarden Euro; -2,1 Prozent) und die Ukraine, bei der sich der Handelsumsatz um gut ein Fünftel auf 1,3 Milliarden Euro erholte.

Aufsteiger

In absoluten Zahlen wuchs der Handel Deutschlands mit Rumänien, der Ukraine sowie mit Serbien am stärksten. Prozentual legten im ersten Quartal 2016 diese Länder am meisten zu:

  1. Albanien (+32,2 Prozent),
  2. Mazedonien (+28,5 Prozent),
  3. Turkmenistan (+26,4 Prozent),
  4. Kosovo (+24,6 Prozent),
  5. Usbekistan (+21,5 Prozent).

Absteiger

Der Handel mit Russland verzeichnete die wertmäßig höchsten Einbußen – 1,3 Milliarden Euro. Am meisten verloren prozentual:

  1.    Tadschikistan (-56,3 Prozent),
  2.    Aserbaidschan (-48,7 Prozent),
  3.    Kirgisistan (-36,2 Prozent),
  4.    Belarus (-31,5 Prozent)
  5.    und Kasachstan (-22,0 Prozent).