Polen: Nummer eins aus Investorensicht

WARSCHAU. Bei der elften Konjunkturumfrage der AHK Polen erreicht das deutsche Nachbarland erneut Platz eins – trotz schwacher Noten für die politische Stabilität und Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik.

Polen ist der beliebteste Investitionsstandort in Mittelosteuropa © Pixelio/Steffen Hellwig
Polen ist der beliebteste Investitionsstandort in Mittelosteuropa © Pixelio/Steffen Hellwig

Trotz eher schwacher Noten für die politische und gesellschaftliche Stabilität des Landes sowie die Vorhersehbarkeit der Wirtschaftspolitik behält Polen seine Spitzenposition als Investitionsstandort bei. Das ergibt sich aus der elften Konjunkturumfrage der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer (AHK Polen), die in Zusammenarbeit mit zwölf bilateralen Kammern in Polen durchgeführt wurde. Alle gehören der International Group of Chambers of Commerce (IGCC) an.

Bei dem Ranking, das die mittelosteuropäischen Staaten hinsichtlich ihrer Investorengunst bewertet, platziert sich Polen – gleich dem Vorjahr – vor Tschechien. Dahinter folgt die Slowakei, die damit den Vorjahresdritten Estland überholt hat.

Die Umfrage wurde im Februar 2016 durchgeführt. Befragt wurden in Polen ansässige Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung. Von den 351 ausländischen Unternehmen, die sich an der Erhebung beteiligten, stammten gut 53 Prozent aus Deutschland. 5,4 Prozent stammten aus den USA, 4,6 Prozent aus Skandinavien, 4,3 Prozent aus der Schweiz, vier Prozent aus den Niederlanden und jeweils 3,1 Prozent aus Frankreich und Großbritannien.