Türkei: Schnellerer Gütertransport nach Istanbul

HAMBURG/ISTANBUL. Metrans, die Bahngesellschaft der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), bedient als erstes Unternehmen den Istanbuler Güterterminal Halkali. Damit verbessert sie die Anbindung der Wirtschaftsregion Istanbul. Kunden profitieren von bis zwei Tage kürzen Laufzeiten.

Metrans-Terminal in Česká Třebová © HHLA/Engel+Gielen
Metrans-Terminal in Česká Třebová
© HHLA/Engel+Gielen

Seit Januar verkehren Güterzüge der Metrans drei Mal wöchentlich zwischen dem unternehmenseigenen Logistikstützpunkt im slowakischen Dunajská Streda nahe Bratislava und dem Terminal Halkali in Istanbul. Die Bahngesellschaft, eine Tochter der Hamburger Hafengesellschaft HHLA, ist damit auf dieser Strecke nach eigenen Angaben ein Pionier.

„Halkali ist die zentrale Drehscheibe zwischen Mittel- und Osteuropa und dem asiatischen Teil der Türkei“, sagte Peter Kiss, Geschäftsführer von zuständigen Metrans-Tochter Danubia. Der Ort liegt innerhalb der Stadtgrenzen von Istanbul und damit erheblich günstiger als der bisher von Metrans angefahrene Terminal in Çerkezköy, rund 100 Kilometer westlich der türkischen Haupstadt.

Durch den Zielort im Metropolraum Istanbul profitierten die Metrans-Kunden von kürzeren Transitzeiten. Es habe sich gezeigt, dass sich die Laufzeiten im Export in die Türkei um zwei Tage verkürzten, bei der Ausfuhr aus diesem Land nach Europa immerhin um einen Tag.

Nach vorläufigen Zahlen transportierte Metrans im vergangenen Jahr 2015 rund eine Millionen Standardcontainer (TEU). Damit steigerten sie die Transportmenge im Vergleich zum starken Vorjahr noch einmal um mehr als fünf Prozent. Die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 stellt die HHLA im Rahmen ihrer Bilanzpressekonferenz am 30. März 2016 vor.