Frühjahrsempfang des Ost-Ausschusses: Trialog muss weitergehen

Der Ost-Ausschuss verabschiedete seinen ehem. Vorsitzenden Eckhard Cordes (re.) und dessen Stellvertreter Johannes Teyssen. © Ost-Ausschuss
Der Ost-Ausschuss verabschiedete seinen ehem. Vorsitzenden Eckhard Cordes (re.) und dessen Stellvertreter Johannes Teyssen. © Ost-Ausschuss

BERLIN. Der diesjährige Frühjahrsempfang des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft fand vor rund 150 Gästen im Berliner Hotel Adlon statt. Wolfgang Büchele, Vorstandsvorsitzender der Linde AG und seit Jahresbeginn Ost-Ausschuss-Vorsitzender, betonte in seiner Eröffnungsrede, dass die Arbeit weiterhin unter dem Eindruck des Ukraine-Konflikts und der westlichen Sanktionen gegen Russland stehe. Der Weg zur Erfüllung des Minsker Abkommens sei noch weit. Um diesen Weg weiter zu gehen, brauche man wieder Kooperation statt Konfrontation und Allianzen mit denen, die am Ausgleich mit Russland interessiert sind. So sei es beispielsweise am Rande der Sicherheitskonferenz in München Mitte Februar hinter den Kulissen zu konstruktiven Gesprächen mit der russischen Seite gekommen, unterstrich Büchele. Die Annäherung an Russland sei keine Absage an die Ukraine und den Reformprozess im Land. Im Gegenteil: Der Trialog zwischen der EU, Russland und der Ukraine müsse weitergehen, betonte Büchele.
Das Verhältnis zu Russland habe Schaden genommen, stellte Stephan Steinlein, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, in seinem Vortrag heraus. Um so wichtiger sei gerade jetzt die vermittelnde Rolle des Ost-Ausschusses, betonte Steinlein. Zum Schluss des offiziellen Teils der Veranstaltung wurde es hochprozentig: Büchele verabschiedete noch einmal offiziell seinen Vorgänger Eckhard Cordes sowie den stellvertretenden Ausschuss-Vorsitzenden Johannes Teyssen. Cordes erhielt zum Abschied aus der Hand Bücheles kasachischen Cognac, Teyssen Wein aus der Republik Moldau und Georgien.