Vernetzte Industrie im Zentrum der Hannover Messe

US-Botschafter John B. Emerson während der „Preview“ in Hannover © OWC/ sm
US-Botschafter John B. Emerson während der „Preview“ in Hannover © OWC/sm

HANNOVER. Die Deutsche Messe AG gab im Rahmen einer „Hannover Messe Preview“ eine Vorschau auf die weltweit wichtigste Industriemesse, die vom 25. bis 29. April in der Landeshauptstadt stattfindet. Die Messe, bei der die USA zum ersten Mal in der Geschichte der Veranstaltung Partnerland sein werden, wird von US-Präsident Barack Obama gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet.
Die Messe stehe im Zeichen der vernetzten Industrie, Hannover werde zum globalen Hotspot für das Thema „Industrie 4.0“, betonte Jochen Köckler, Vorstandsmitglied der Deutschen Messe AG. Unter dem Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ sollen die Besucher erfahren, wie sich Produktionsanlagen im digitalen Zeitalter Schritt für Schritt zur smarten Fabrik umbauen lassen. Vertreter der Energiewirtschaft finden technische Lösungen für eine intelligente und vernetze Erzeugung, Verteilung und Speicherung von Energie.

„Das Partnerland USA wird in Hannover Hightech ,Made in America’ zeigen“, betonte Köckler. Die Zusage Obamas zur Eröffnungsfeier sei ein großartiges Signal für die internationale Strahlkraft der Messe. Rund 250 US-Unternehmen werden ihre Lösungen für die vernetzte Industrie vorstellen. Die USA, die deutsche Industrie und ihre europäischen Partner wollen darüber hinaus die Messe nutzen, um das Freihandelsabkommen TTIP voranzubringen.
John B. Emerson, Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland, unterstrich, dass den Amerikanern Innovationskraft im Blut liege. Die US-Unternehmen werden dies in Hannover unter Beweis stellen, darunter Größen wie General Electric, Microsoft oder AT&T. Das in den USA gegründete Industrial Internet Consortium (IIC) wird erstmals mit einer Sonderfläche auf der Messe vertreten sein.

Emerson verwies auf die Bedeutung der Hannover Messe im Hinblick auf die Weiterentwicklung der transatlantischen Partnerschaft. Die EU und die USA zeichnen für knapp die Hälfte der globalen Wirtschaftsleistung sowie für 40 Prozent des Welthandels verantwortlich. 2015 waren die USA weltweit das wichtigste Exportland für Deutschland. Deutschland wiederum ist für die USA der wichtigste Handelspartner in Europa.