Delegation des Ost-Ausschusses in Sofia

Das Parlament in Sofia © OWC/sm
Das Parlament in Sofia © OWC/sm

SOFIA. Eine 18-köpfige Delegation unter Leitung von Ost-Ausschuss-Geschäftsführer Rainer Lindner reiste am 19. November zu Gesprächen mit der bulgarischen Regierung nach Sofia. Die Delegation traf unter anderem mit dem bulgarischen Präsidenten Rosen Plewneliew, mit dem für EU-Fonds und Wirtschaftsfragen zuständigen Vize-Premierminister Tomislav Donchew und mit dem Vizeminister für Wirtschaft Ljuben Petrow zusammen. Begleitet wurde die Delegation durch den deutschen Botschafter in Bulgarien Detlef Lingemann, den Präsidenten der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer Tim Kurth sowie Kammer-Geschäftsführer Mitko Vassilev.

„Die deutsch-bulgarischen Wirtschaftsbeziehungen haben sich seit Beitritt des Landes zur EU sehr lebhaft entwickelt. Für 2015 erwarten wir mit rund 6,5 Milliarden Euro einen neuen bilateralen Handelsrekord“, so Lindner. Die Investitionsbedingungen in Bulgarien hatten sich zuletzt durch das erneute Inkrafttreten eines Investitionsschutzabkommens, das zeitweise ausgesetzt worden war, wieder deutlich verbessert. „In Bulgarien sind bereits 1.400 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert. Sie wünschen sich eine Fortsetzung der Wirtschaftsreformen und insbesondere den Abbau von Bürokratie, die Bekämpfung der Korruption und die Verbesserung des Rechtssystems. Themen, die wir in den sehr konstruktiven Treffen ansprechen konnten“, betonte Lindner. Auch der Ausbau des Dualen Ausbildungssystems werde von den deutschen Firmen als wichtiges Reformziel genannt.

Die angereisten deutschen Unternehmen aus den Branchen Transport und Logistik, Energie, Handel und dem Finanzsektor zeigten sich erfreut über die positive und lösungsorientierte Stimmung in den Gesprächen mit den Regierungsvertretern. Der Besuch in Sofia diente auch der Vorbereitung einer deutsch-bulgarischen Energiekonferenz, die für 2016 in Deutschland geplant ist.