Russland: Claas voraussichtlich ab 2016 im Rang eines „russischen Herstellers“

Claas will künftig zu den selben Konditionen behandelt werden wie russische Wettbewerber. Im Bild: Fertigung im Werk Krasnodar © Claas
Claas will künftig zu den selben Konditionen behandelt werden wie die russischen Wettbewerber. Im Bild: Fertigung im Werk Krasnodar © Claas

HANNOVER. Der Landtechnik-Hersteller Claas hat mit der Russischen Föderation eine Absichtserklärung unterzeichnet, die den Verkauf der dort gebauten Landmaschinen deutlich erleichtern wird. In wenigen Monaten soll demnach eine Investitionsvereinbarung fertiggestellt werden, die Claas den Rang eines „russischen Herstellers“ gibt.

Mit diesem Status würde der russische Staat die Finanzierung von Claas-Mähdreschern und -Traktoren bezuschussen, was bislang nur Wettbewerbern mit russischem Kapital zugestanden wird. Für Claas gelten dann die gleichen Finanzierungsbedingungen wie für die einheimischen Hersteller.

„Wir freuen uns über die Anerkennung unseres jahrzehntelangen Engagements und wollen unseren Beitrag zur Modernisierung der russischen Landwirtschaft weiter ausbauen“, erklärte Lothar Kriszun, Sprecher der Claas-Konzernleitung, auf der Agritechnica in Hannover.

Claas hat Anfang Oktober im südrussischen Krasnodar sein bestehendes Werk erweitert. Das westfälische Familienunternehmen investierte dafür nach eigenen Angaben rund 120 Millionen Euro. . Dadurch können in Krasnodar bis zu 2.500 Mähdrescher und Traktoren pro Jahr produziert werden, die auch nach China und Kasachstan verkauft werden sollen.