Kirow-Gruppe startet in Rostock noch vor Jahresende

Kirow will in Rostock Wälztechnik (hier abgebildet: Rollenlager) produzieren. © Deutsche Großwälzlager GmbH
Kirow will in Rostock Wälztechnik (hier abgebildet: Rollenlager) produzieren. © Deutsche Großwälzlager GmbH

ROSTOCK. In Rostock soll noch in diesem Jahr eine neue Produktion von Großwälzlagern anlaufen. Im Fischereihafen der Hansestadt will der russische Industriekonzern Kirovsky Zavod ab Ende Dezember Spezialringe für Wälzlager herstellen, wie sie zum Beispiel in Schiffskränen oder Windkraftanlagen gebraucht werden. Dies berichtete der NDR.

Die Produktion mit zunächst 25 Beschäftigten soll im Dezember dieses Jahres anlaufen. Laut Reinhold von Ungern-Sternberg, Repräsentant von Kirovsky Zavod in Deutschland, werden derzeit die Maschinen in der Werkhalle montiert. Man habe bereits die ersten Aufträge von „gut einem Dutzend Kunden“ verbucht. Das Werk Rostock firmiert als Deutsche Großwälzlager GmbH.

Ein Erweiterung der Produktion sei vorgesehen, schon jetzt habe sich Kirow, so die Kurzform des Unternehmensnamen, im Fischereihafen eine 20.000 Quadratmeter-Fläche gesichert, zitiert der NDR-Bericht den zuständigen Kirow-Vorstand Dr. Albrecht Bochow. Insgesamt habe die Unternehmensgruppe aus St. Petersburg rund 15 Millionen in den neuen Standort investiert. Die Entscheidung für Rostock sei „nicht von Fördermitteln“, sondern von der praktischen Ansiedlungsunterstützung beeinflusst gewesen, sagt Bochow. Die Wirtschaftsfördergesellschaft Mecklenburg-Vorpommerns (Invest in MV) habe den Russen entscheidend bei der Suche der geeigneten Fabrikationshalle geholfen.

OAO Kirovsky Zavod ist mit rund 7.000 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern präsent.