Deutsche Wirtschaft will Afrika-Engagement steigern

Spatenstich für eine Erweiterungsinvestition bei Ohorongo Cement in Namibia, eine Tochter der Schwenk Zement KG aus Ulm © Ohorongo Cement
Spatenstich für eine Erweiterungsinvestition bei Ohorongo Cement in Namibia, eine Tochter der Schwenk Zement KG aus Ulm © Ohorongo Cement

BERLIN. Afrika rangiert für die deutsche Wirtschaft bislang auf einem hinteren Platz: 2014 machten die deutschen Ausfuhren mit 22,6 Milliarden Euro lediglich rund zwei Prozent der Gesamtexporte aus. Nach Erkenntnissen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wächst das Interesse jedoch. Eine aktuelle Umfrage von DIHK und den Deutschen Auslandshandelskammern (AHK) unter rund 200 deutschen Betrieben in Afrika verdeutlicht, dass die Geschäfte gut laufen und die Unternehmen mehr investieren und Arbeitsplätze schaffen wollen, so DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben.

Für die kommenden zwölf Monate rechneten 54 Prozent der Befragten mit einer Besserung ihrer Geschäftsentwicklung. Damit seien die Aussichten für Afrika sogar etwas positiver als im weltweiten Schnitt. 46 Prozent der Umfrageteilnehmer planten, ihre Investitionen auf dem Kontinent in den kommenden zwölf Monaten zu steigern. Rund 36 Prozent der befragten Unternehmen beabsichtigten die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Als Herausforderung gelten weiterhin die teils schwierigen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Dennoch steige das Interesse deutscher Unternehmen am Kontinent Afrika, so das Fazit der Studie. Dies werde auch durch den jüngsten Besuch der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, in Angola und Namibia verdeutlicht.