Serbien: Behörden beschränken Kapitalverkehr griechischer Tochterbanken

Die griechische Schuldenkrise wirkt bis nach Serbien. Iim Bild: Das Osttor von Belgrad. © Boris Kralj
Die griechische Schuldenkrise wirkt bis nach Serbien. Iim Bild: Das Osttor von Belgrad. © Boris Kralj

BELGRAD. Auf die Einführung der Kapitalverkehrskontrollen Ende Juni in Griechenland haben serbische und mazedonische Behörden umgehend reagiert. Sie beschränkten den Kapitalverkehr zwischen lokal tätigen Tochterbanken und ihren griechischen Mutterunternehmen. Grundsätzlich aber bleiben diese Banken in Serbien wie auch in Mazedonien wie gewohnt geöffnet.

Insgesamt treffe die griechische Bankenkrise die Balkanländer Mazedonien, Serbien und Albanien erheblich, so der belgischen Kreditversicherer Credimundi. Rund 15 Prozent aller Vermögenswerte des serbischen und albanischen Bankensektors befänden sich in der Hand griechischer Tochterbanken. In Mazedonien seien es sogar über 20 Prozent.

In Serbien liege das Verhältnis zwischen Krediten und Einlagen griechischer Tochterbanken bei weit über 100 Prozent. Das heißt: Griechische Tochtergesellschaften sind auf Inter-Bankkredite angewiesen, um Darlehen in Serbien finanzieren zu können.

„Klar ist, falls keine Lösung in Griechenland gefunden werden sollte, könnten sich die wirtschaftlichen Probleme des Landes – aufgrund der Finanzbeziehungen über den Bankensektor – auch auf die benachbarten Länder auswirken“, so Creditmundi.