Marktanteil von Gazprom in Europa wächst

Ergasspeicher Haibach © OWC.de
Ergasspeicher Haidach © OWC.de

MOSKAU. Gazprom hat seinen Anteil am europäischen Gasmarkt im vergangenen Jahr ausgebaut. Das Unternehmen lieferte 30,2 Prozent der Gaseinfuhren der Europäischen Union. Im Vorjahr betrug der Marktanteil 30 Prozent, 2013 25,4 Prozent. Wie Alexander Medwedjew, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Unternehmens auf der Jahrespressekonferenz in Moskau sagte, wird Gazprom seine Position auf dem europäischen Markt weiter ausbauen, da die Gasproduktion in Europa immer weiter zurückgeht. Medwedjew rechnet damit, dass 2025 etwa 150 Milliarden Kubikmeter Gas importiert werden müssen. Das werde Gazprom in die Lage versetzen, seine Position weiter auszubauen.

Allerdings werde ab 2019, wenn das Transitabkommen ausläuft, kein Gas mehr durch die Ukraine geleitet. Gas nach Europa würde dann über die Pipeline Turkish Stream an die türkisch-griechische Grenze geliefert.

Auch wird das Unternehmen seine Speicherkapazitäten im Ausland ausbauen. Gemeinsam mit der VNG entsteht in Deutschland gegenwärtig der Untergrundspeicher Katharina. In Tschechien errichtet Gazprom einen Speicher in Damborice mit einer Kapazität von 456 Millionen Kubikmetern. In den Niederlanden hat Gazprom  im Speicher Bergermeer Speichermöglichkeiten in einem Umfang von 1,9 Milliarden Kubikmetern. Insgesamt war Gazprom 2014 als Eigentümer oder Mieter an Speichern mit einer Kapazität von über fünf Milliarden Kubikmeter Gas in Europa beteiligt. Gazprom unterhält heute 28 Gastankstellen in Deutschland und zwölf in Tschechien. In Polen eröffnete das Unternehmen kürzlich eine Gastankstelle für Busse, eine zweite befindet sich im Bau.

 

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