Chinesen an Bahnstrecke Moskau-Kasan beteiligt

Die Fahrtzeit zwischen Moskau und Kasan soll künftig 3,5 Stunden betragen - statt aktuell 14 Stunden © Deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) in Russland
Die Fahrtzeit zwischen Moskau und Kasan soll künftig 3,5 Stunden betragen – statt aktuell 14 Stunden © Deutsche Initiative für Hochgeschwindigkeitsverkehr (HGV) in Russland

MOSKAU/KASAN. Ein Konsortium unter Leitung der Mosgiprotrans AG und unter Beteiligung der Nischegorodmetroprojekt AG und von CREEC (China Railway Eryuan Engineering Group Co. Ltd.) hat die Ausschreibung zur Ausarbeitung der Projektdokumentation der Russischen Eisenbahn RZD zum Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau-Kasan-Jekaterinburg gewonnen. Der Auftragswert beläuft sich auf 20 Milliarden Rubel, der Auftrag soll 2016 beendet sein.

Das russisch-chinesische Konsortium biete „geballte Fachkompetenz, wobei langjährige Erfahrung und erfolgreiche Praxis bei der Realisierung von Projekten im Hochgeschwindigkeits- und Schnellzugbereich sowie bei großen russischen Infrastrukturprojekten zusammengeführt werden“, so die RZD in einer Pressemitteilung.

Die Mosgiprotrans AG ist ein russisches Projektinstitut, das bei zahlreichen Infrastrukturprojekten beteiligt war, so der Baikal-Amur-Magistrale (BAM), der Amur-Jakutsk-Magistrale (AJaM) sowie Eisenbahnlinien, Brücken, Bahnhöfe und andere Objekte. Für die Hochgeschwindigkeitsstrecke, die zur Fußballweltmeisterschaft 2018 fertiggestellt sein soll, projektiert Mosgiprotrans unter anderem den Abschnitts Moskau – Krjukowo und den Ausbau des Moskauer Eisenbahnknotens.

Das chinesische Unternehmen CREEC hat 6.000 Mitarbeiter. In China hat CREEC mehr als 4.700 Kilometer Schienenwege für Geschwindigkeiten bis zu 200 Kilometer pro Stunde, 2.500 Kilometer für Geschwindigkeiten bis zu 250 Kilometer pro Stunde und 1.000 Kilometer für Geschwindigkeiten bis zu 350 Kilometer pro Stunde projektiert.

Die Nischegorodmetroprojekt AG (früher Institut Gorkowmetroprojekt) hat an der Ausarbeitung von U-Bahn-Projekten in Nischnij Nowgorod, Samara und Kasan sowie an einer Reihe anderer moderner Infrastrukturprojekte teilgenommen wie etwa an der kombinierten Auto- und Eisenbahnbrücke über die Oka.

Die Fahrzeit auf der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecke Moskau – Kasan soll dann 3,5 Stunden betragen – für 770 Kilometer. Der Lokalisierungsgrad beim Bau der Strecke soll mindestens 80 Prozent betragen, „370.000 Arbeitsplätze“ sollten nach Angaben der RZD geschaffen werden. Es ist das größte Infrastrukturprojekt der russischen Gegenwart.

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