Deutsches Know-how für Smart Cities in Indien

Nach der Unterzeichnung des MoU: Ashok Agrawal und Subhash Chandra von der Essel Group sowie Jean-Hugues Decalf, CEO der FeCon GmbH @ Essel Group
Nach der Unterzeichnung des MoU: Ashok Agrawal und Subhash Chandra von der Essel Group sowie Jean-Hugues Decalf, CEO der FeCon GmbH @ Essel Group

HANNOVER. Die Essel Group, ein indischer Mischkonzern, der in den Bereichen Medien, Verpackung, Unterhaltung, Technologie, Infrastruktur sowie im Bildungswesen aktiv ist, will nach eigenen Angaben in den kommenden drei Jahren zwei Milliarden US-Dollar in die Energie- und Wasserversorgung, das Abfall- und Abwassermanagement, Gasversorgung, Verkehrsinfrastrukturen sowie WiFi- und Kabeltechnik in Indien investieren.
Denn Indiens urbane Bevölkerung wächst rasant. Laut einer McKinsey-Studie wird die städtische Bevölkerung von 340 Millionen Menschen im Jahr 2008 auf 590 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Deshalb plant Indien 100 neue sogenannte „Smart Cities“, um dem enormen Bedarf an städtischen Wohnraum zu begegnen. Mit technischen und wirtschaftlichen  Innovationen sollen existierende Städte künftig effizienter, grüner sowie sozial inklusiver umgestaltet werden. Teilweise müssen diese Städte auch komplett neu errichtet werden.
Um für dieses Unterfangen Partner zu finden, kam Subhash Chandra, Chairman der Essel Group, auf die Hannover Messe. Mit Erfolg: Auf der Industriemesse, deren Partnerland in diesem Jahr Indien ist, unterschrieben gleich drei deutsche Unternehmen Absichtserklärungen über künftige Kooperationen mit der Essel Group. Mit der Firma FeCon (Flensburg) einigte sich Essel auf ein „Memorandum of Understanding“ (MoU) über die gemeinsame Entwicklung von Solar- und Windernergieprojekten mit einer Gesamtleistung von 16.500 Megawatt. Mit der Passavant Energy & Environment (PE&E, Frankfurt am Main) will Essel Syteme zur nachhaltigen Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung errichten. Eine Absichtserklärung (Letter of Intent) unterzeichnete der indische Konzern auch mit dem Elektrotechnik-Unternehmen Schneider Electric (Ratingen).
„Unsere Absichtserklärungen mit den deutschen Partnern sind auch ein Ansporn für die ,Make-in-India‘-Initiative unseres Premierministers“, so Ashok Agarwal, Managing Director Essel Infraprojects, über das erzielte Resultat. Der Essel-CEO Chandra zeigte sich ebenfalls zufrieden: „Die Hannover Messe ist die perfekte Plattform, um hier unser Engagement für die Entwicklung neuer erstklassiger innovativer Städte in Indien zu demonstrieren.“