„Come, Make in India“ – Indien als Partnerland auf der Hannover Messe 2015

Ministerpräsident Narendra Modi in Hannover © OWC/sm
Ministerpräsident Narendra Modi in Hannover © OWC/sm

HANNOVER. Die Hannover Messe bietet dem Partnerland Indien in den kommenden Tagen eine internationale Bühne. Der Auftritt des Landes auf der weltweit wichtigsten Industriemesse steht unter dem Motto “Make in India”. Im indischen Pavillon in Halle 6 will sich Indien als Standort für Design, Innovation, Industriefertigung und Export präsentieren. Ein großer Teil des Messeauftritts ist der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Indien und Deutschland gewidmet. Weiterhin werden nationale Initiativen wie „Skill India”’ und „Digital India” vorgestellt. Die indische Delegation besteht aus über 400 Unternehmen. Sechs Ministerien und Behörden, Regierungsvertreter aus 14 Bundesstaaten sowie über 120 Geschäftsführer der wichtigsten indischen Unternehmen nehmen teil.

Deutsche Unternehmen, die bereits in Indien produzieren oder künftig dort fertigen wollen, können sich in Hannover ein Bild davon machen, welche wirtschaftspolitischen Weichen die Regierung unter Ministerpräsident Narendra Modi künftig stellen will. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Modi die Hannover Messe offiziell eröffnet. Im Rahmen des Indo-German Business Summits sprachen sowohl Modi als auch Merkel. Darüber hinaus dikutierten auf der Veranstaltung Wirtschaftsvertreter beider Länder die künftige wirtschaftliche Entwicklung Indiens sowie die Rolles des Landes in der Weltwirtschaft. Zudem wurden Möglichkeiten für eine intensivere deutsch-indische Partnerschaft beleuchtet. Die Wachstumsprognosen für Indien wurden zuletzt nach oben korrigiert, erste wirtschaftspolitische Reformen seit dem Amtsantritt Modis im Mai 2014 umgesetzt. Der Premier will mit der Kampagne „Make in India“ Indien als Produktionsstandort im globalen Wettbewerb stärken.

„India is now a country of change“, betonte Modi in seiner Rede auf dem Wirtschaftsforum. „Make in India“ sei eine historische Chance – auch für deutsche Unternehmen. Bis 2020 sollen unter anderem 15 Millionen Häuser sowie mehrere Smart Citites, Industriekorridore und High-Speed-Zugstrecken gebaut werden. „Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung“, rief der Premier den anwesenden Unternehmern zu. Man sei von der Reformbereitschaft der Regierung und den Anstrengungen für mehr Industriefertigung beeindruckt, unterstrich Merkel. Für die deutsche Wirtschaft spiele künftig vor allem die Gleichbehandlung mit inländischen Unternehmen, etwa bei der öffentlichen Auftragsvergabe, eine zentrale Rolle, so Merkel weiter. Die Bundeskanzlerin verwies auf die im Hebst stattfindenden deutsch-indischen Regierungskonsultationen. Bis dahin erwarte man weitere Fortschritte in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen.

In den kommenden Tagen präsentieren 6.500 Aussteller in Hannover die neueste Fabrik- und Energietechnik, innovative Zulieferlösungen sowie aktuelle Erkenntnisse aus der 4.0-Forschung. Auf der Messe soll demonstriert werden, wie weit die Industrie auf dem Weg zur vollvernetzten Fabrik ist. Das Leitthema der Messe lautet: „Integrated Industry – Join the Network!