Daimler stellt Indien-Engagement in Hannover vor

Produktion im indischen Werk in Chennai © Daimler AG
Fertigung im indischen Nutzfahrzeugwerk in Chennai © Daimler AG

STUTTGART/HANNOVER. Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, eine eigens für Indien geschaffene Lkw-Marke und rund 3.000 Mitarbeiter am Standort Chennai: das Nutzfahrzeuggeschäft von Daimler ist eng mit dem Partnerland der diesjährigen Hannover Messe verbunden. Durch einen Auftritt auf der weltweit führenden Industrieausstellung vom 13. bis 17. April will Daimler sein umfangreiches Engagement in dem Land demonstrieren. „In Indien leben schon heute mehr als eine Milliarde Menschen. Sie haben ein großes Bedürfnis nach Mobilität, wollen mit dem Bus reisen und vom Lkw pünktlich mit Waren versorgt werden. Wir gehen davon aus, dass Bevölkerung und Wirtschaft des Landes weiter wachsen – und damit auch der Absatzmarkt für Nutzfahrzeuge“, so Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Lkw und Busse.

Rund 700 Millionen Euro hat Daimler bislang in den Aufbau des Werks in Chennai und der eigens konzipierten Lkw-Marke BharatBenz investiert. Mittlerweile bietet BharatBenz Trucks in allen wichtigen Gewichtsklassen von neun bis 49 Tonnen an. Rund zweieinhalb Jahre nach Marktstart sind mehr als 20.000 Fahrzeuge auf den indischen Straßen im Einsatz – gleichbedeutend mit Platz drei im indischen Schwerlast-Segment. In das Buswerk, das Ende Mai auf dem bestehenden Werksgelände in Chennai den Betrieb aufnimmt, investiert Daimler weitere 50 Millionen Euro. Es ist zunächst auf eine Kapazität von 1.500 Einheiten pro Jahr ausgelegt, die auf bis zu 4.000 Busse erweitert werden kann.

Während des Deutschlandbesuchs von Ministerpräsident Narendra Modi wird sich Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG sowie Leiter Mercedes-Benz Cars, mit dem indischen Premier treffen. Zu den Gesprächsinhalten gehört die von Modi ausgerufene „Make in India“-Kampagne. Die Kampagne soll Indiens industrielle Basis weiter stärken und das Land langfristig zum international anerkannten Produktionsstandort entwickeln. Mit hoher Lokalisierung und dem Exportgeschäft aus Indien stehe das Daimler Nutzfahrzeuggeschäft schon heute beispielhaft für dieses Ziel, so der Hersteller in einer Mitteilung. Rund 85 Prozent der Fahrzeugteile stammen aus lokaler Produktion.