Deutsch-Usbekischer Wirtschaftsrat gegründet

Erste Sitzung des Rates in der Usbekischen Botschaft © OWC
Erste Sitzung des Rates in der Usbekischen Botschaft © OWC

BERLIN. Deutschland und Usbekistan wollen künftig enger zusammenarbeiten. Um das Potenzial besser zu nutzen, gründeten deutsche und usbekische Unternehmen am 25. Februar 2015 in Berlin den Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrat. Vorsitzender auf deutscher Seite ist Jan-Hendrik Mohr, Vorstandsmitglied der Claas KGaA mbH. Auf usbekischer Seite wird die Vereinigung von Rustam Azimov, erster stellvertretender Premierminister der Republik Usbekistan und Finanzminister, geleitet. Während der ersten Sitzung des Wirtschaftsrates in der Usbekischen Botschaft, an der über 150 Gäste teilnahmen, informierte Jan-Hendrik Mohr über die Pläne des Mähdrescherherstellers Claas zur Ausweitung der Produktion in Usbekistan. Im Joint-Venture mit dem usbekischen Partner UzAgroPromMash will Claas einen dreirädrigen Traktor herstellen, der in Usbekistan und anderen GUS-Märkten verkauft werden soll. Azimov informierte die Teilnehmer der Veranstaltung über das im Januar verabschiedete Programm, mit dem Usbekistan in eine neue Phase der wirtschaftlichen Entwicklung eingetreten sei. Im Mittelpunkt der Reformen stünde die Modernisierung der Wirtschaft.

Insgesamt 60 Milliarden US-Dollar stünden zur Realisierung von 900 Projekten zur Verfügung. Azimov forderte die deutsche Wirtschaft auf, sich an der Umsetzung des Programms zu beteiligen. „Wir heißen Investoren willkommen, brauchen aber auch neue Technologien“, sagte der Vizepremier. Er sei nicht nach Deutschland gekommen, um um Geld zu bitten, sondern um etwas anzubieten. Falk Porsche, Hauptgesellschafter der Deutsche Kabel AG Taschkent, die in Usbekistan Kabel für die Automobilindustrie produziert, rief die deutschen Unternehmen auf, Mitglied im Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrat zu werden. Sie würden hier umfangreiche Unterstützung bei ihren Geschäften erhalten. Der Wirtschaftsrat sei eine Sammelstelle für den Erfahrungsaustausch der Unternehmen und eine Plattform für die direkte Kommunikation. Die Firmen BASF, ThyssenKrupp, Claas, MAN und Knauf unterzeichneten im Anschluss an die Veranstaltung in Berlin Vereinbarungen mit usbekischen Unternehmen zum Ausbau der Zusammenar beit. Lesen Sie mehr über die Veranstaltung und die wirtschaftliche Entwicklung in Usbekistan in der April-Ausgabe von Ost-West-Contact.