Der Negativtrend auf dem russischen Pkw-Markt setzt sich fort

Auch die Renault-Nissan-Allianz musste im Januar ein Minus von fast 19 Prozent hinnehmen und verkaufte nur 39.025 Autos. © AvtoVAZ
Auch die Renault-Nissan-Allianz musste im Januar ein Minus von fast 19 Prozent hinnehmen und verkaufte nur 39.025 Autos. © AvtoVAZ

MOSKAU. Der Negativtrend auf dem russischen Pkw-Markt setzt sich unvermindert fort: Auch im Januar 2015 ist der Verkauf von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen – um 24,4 Prozent auf 115.390 Autos. Das teilte die Association of European Businesses (AEB) Anfang Februar in Moskau mit. Während die deutschen Marken VW (-28 Prozent), Opel (-75 Prozent) und Audi (-13 Prozent) teils heftige Rückschläge hinnehmen mussten, konnten Mercedes-Benz (+17 Prozent) und Porsche (+54 Prozent) ihren Absatz im Januar steigern.
„Wo der Dezember für viele Hersteller einer großen Party gleichkam, macht sich im Januar nun Katerstimmung breit“, kommentierte Jörg Schreiber, Vorsitzender des Komitees der Autohersteller in der AEB, die jüngsten Entwicklungen.
Die Absatzschwäche der Pkw-Branche setzte bereits im vergangenen Jahr ein: Schon im Januar 2014 waren mit 152.662 sechs Prozent weniger Autos als im Vergleichsmonat 2013 verkauft worden. Europas zweitgrößter Automobilmarkt verzeichnete 2014 dann auch insgesamt einen heftigen Rückgang. Der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in Russland im Gesamtjahr um zehn Prozent geschrumpft. Insgesamt 2.491.404 Fahrzeuge wurden 2014 verkauft.
Eine Besserung der Marktsituation ist wegen der lahmenden Konjunktur nicht in Sicht. Die ausländischen Autobauer befürchten wegen der Sanktionen des Westens und der Rubelschwäche auch für das Gesamtjahr 2015 einen Einbruch der Verkaufszahlen um 24 Prozent.