Studie zum Thema „Korruption in Indien“

Kernergebnisse der Studie © www.allianceforintegrity.org
Kernergebnisse der Studie © www.allianceforintegrity.org

NEW DELHI. Die Allianz für Integrität (AfIn), initiiert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Global Compact Netzwerk (DGCN), hat in New Delhi eine Studie zum Thema „Korruption in Indien“ vorgestellt. Die 75 befragten Manager von in Indien tätigen Unternehmen lieferten teils überraschende Antworten auf die Frage, wie in dem Land mit dem Thema Korruption umzugehen sei. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Studie gehört, dass die Management-Ebene in Indien sehr deutlich sagt, dass Korruption den Unternehmen im Land schadet.

Mehr als vier Fünftel der Befragten sind der Meinung, dass ihr Unternehmen ohne ein Programm zur Korruptionsprävention Geld verlieren würde. Ähnlich groß ist der Anteil derer, die sagen, dass Unternehmen in Indien die Regularien zum Thema Korruption im Land nicht ausreichend kennen. „Einerseits sagt das Management in Indien, dass die größten Korruptionsrisiken dann entstehen, wenn sie mit der Regierung interagieren. Auf der anderen Seite sagen sie aber auch, dass die Regierung ein wichtiger Partner beim Lösen dieser Probleme sein kann“, so Noor Naqschbandi, Projektleiter AfIn bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Darüber hinaus zeige die Umfrage, deren Daten aus den Monaten September und Oktober stammen, dass die Nachfrage nach Initiativen wie der AfIn in Indien groß ist.