Remondis beendet Engagement in Arsamas

Remondis hat seit 2010 die Wasserver- und Entsorgungssysteme der Stadt Arsamas betrieben. © arzamas.org
Remondis hat seit 2010 die Wasserver- und Entsorgungssysteme der Stadt Arsamas betrieben. © arzamas.org

NISHNIJ NOWGOROD. Der deutsche Entsorgungsdienstleister Remondis hat Ende Oktober die Anteile an seiner Tochtergesellschaft OOO Remondis Arsamas Service an den Wasserversorger Nishnegorodskij Wodokanal verkauft. Das russische Unternehmen erwirbt 75 Prozent der Anteile an der Remondis-Tochter. Über den Kaufpreis haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart. Remondis hatte seit 2010 die Wasserver- und Entsorgungssysteme der Stadt und des Rajons Arsamas (100 Kilometer südlich von Nishnij Nowgorod) betrieben.
Zu den Gründen des Verkaufs wollte sich Remondis nicht äußern. Nishnegorodskij Wodokanal teilte in seiner Pressemitteilung mit, das im September 2013 staatlich verordnete Festsetzen der Gebühren der öffentlichen Wasserversorgung sei ausschlaggebend für den Verkauf gewesen. Dadurch hätten die deutschen Investoren ihre geplanten Projekte in Höhe von einer Milliarde Rubel nicht im vollen Umfang realisieren können.
Ein Remondis-Sprecher betonte, Remondis halte weiterhin an seiner Internationalisierungsstrategie fest – auch in osteuropäischen Ländern. So werde Remondis auch in Zukunft in der Russischen Föderation tätig sein. Der Konzern aus Nordrhein-Westfalen ist auch nach wie vor in der Oblast Nishnij Nowgorod aktiv, Remondis betreibt unter anderem Recyclinganlagen in der Stadt Dsershinsk.