Isoplus eröffnet Werk in Kasachstan

Im Sommer hat Isoplus ein Werk in Karaganda eröffnet. © Isoplus
Im Sommer hat Isoplus ein Werk in Karaganda eröffnet. © Isoplus

KARAGANDA. Die Isoplus Fernwärmetechnik Ges.m.b.H. hat im August ein Werk in Kasachstan eröffnet. Das berichtet die AHK Zentralasien Anfang September. Die deutsche Isoplus-Unternehmensgruppe ist ein Hersteller von vorgedämmten Rohrsystemen für die Nah- und Fernwärmeversorgung und bereits seit mehreren mit ihren Produkten auf dem kasachischen Markt präsent.
Am 30. August hat der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew den in Karaganda eröffneten Produktionsbetrieb der Isoplus Zentralasien besucht. Das Staatsoberhaupt machte sich laut AHK in dem Werk mit der Produktion von isolierten Stahlrohren bekannt und nutzte den Besuch, um sich über Innovationen und neueste Technologien zu informieren. Dabei betonte Nasarbajew die Bedeutung der Produkte des Unternehmens für die Entwicklung der Energiewirtschaft in der Region Karaganda sowie in ganz Kasachstan. Aufgrund der von Isoplus angewandten, neuesten Technologien ist die Wärmedämmung um etwa 30 Prozent besser als bei herkömmlichen, bisher in Kasachstan genutzten Produkten. „Das ist genau das, was wir hier in Kasachstan brauchen“, so Präsident Nasarbajew.
Isoplus investierte rund 12 Millionen Euro in den Aufbau des neuen Produktionsstandorts in Kasachstan, das Werk wurde in rund zwei Jahren fertiggestellt. „Bei voller Auslastung des Werkes im Dreischichtsystem sollen hier künftig rund 400 Kilometer Rohre pro Jahr produziert werden“, so Jörg Kauschat, Geschäftsführer der Muttergesellschaft der Isoplus Fernwärmetechnik GmbH aus dem thüringischen Sondershausen, der den Aufbau der kasachischen Niederlassung des Unternehmens in den vergangenen Jahren koordinierte.
Laut Kauschat arbeiten derzeit knapp 40 Mitarbeiter in Karaganda, in Kürze soll die Belegschaft auf 60 Mitarbeiter aufgestockt werden. „Sobald das Werk im Dreischichtsystem arbeitet, werden wir Arbeitsplätze für bis zu 120 Mitarbeiter haben“, so Kauschat. Das Unternehmen setze dabei ausschließlich auf lokale Fachkräfte, die im eigenen Werk ausgebildet würden. Lediglich die technische Überwachung sowie die Qualitätsüberwachung würden zu Beginn noch von Spezialisten aus Deutschland erledigt, so Kauschat.
Ausschlaggebend für die Investition des deutschen Mittelständlers, der Versorgungsunternehmen und Stadtwerke aus ganz Europa und Asien beliefert, war ein Treffen mit kasachischen Wirtschaftsvertretern in Berlin vor vier Jahren, die Interesse an den deutschen Produkten äußerten. Da Isoplus-Rohrsysteme in Kasachstan bereits genutzt wurden, nahm das Unternehmen eigene Studien zur Marktsituation im zentralasiatischen Land vor. „Die Analysen ergaben, dass in Kasachstan in der Fernwärmetechnik ein enormer Nachholbedarf besteht und die zumeist maroden Rohrsysteme umfangreich erneuert werden müssten“, so Kauschat. „Da wir die Fertigungsteile bereits nach Kasachstan lieferten, vor einigen Jahren aber die Einfuhren in das zentralasiatische Land begrenzt wurden, reifte die Idee, eine eigene Produktionsstätte in Kasachstan aufzubauen.“
Ziel sei es nun, die Qualität „Made in Germany“ auch in Kasachstan zu garantieren. Das sei nicht immer ganz leicht. „Die Verzollung von Rohwaren kann manchmal bis zu zwei Wochen dauern. Und leider müssen immer noch viele Produkte zur Herstellung der isolierten Rohre aus Europa eingeführt werden.“
Kauschat ist dennoch überzeugt: „Die Zukunftsaussichten sind ausgesprochen gut“, Der erste Großauftrag liege bereits vor: Die Stadtwerke der kasachischen Hauptstadt Astana haben Rohrsysteme von Isoplus geordert. Im Zuge der Weltausstellung Expo, die 2017 in Astana stattfinden wird, werden die städtischen Verkehrsnetze und Versorgungssysteme ausgebaut. Und von Karaganda aus wolle das Unternehmen auch weitere Märkte in Zentralasien und Asien erschließen. Quelle: AHK Zentralasien