"Zukunft sichern, nicht verbrauchen" – Merkel vor Qinghua-Studenten

Diskussionsrunde an der Qinghua-Universität. © Bundesregierung/Kugler
Diskussionsrunde an der Qinghua-Universität. © Bundesregierung/Kugler

PEKING. Heute ließe sich keine globale Frage mehr ohne China lösen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede vor Studenten der Qinghua-Universität am 8. Juli dieses Jahres. Nun gehe es darum, „die Zukunft zu sichern und nicht zu verbrauchen“. In ihrer Rede warb die Bundeskanzlerin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Bis 2050 werde die Weltbevölkerung wahrscheinlich bis auf neun Milliarden wachsen, sagte Merkel. „Wir müssen es schaffen, dass die Tatsache, dass es mehr Menschen auf der Welt gibt, nicht dazu führt, dass immer nur mehr Ressourcen verbraucht werden.“ Das Prinzip der Nachhaltigkeit habe weltweite Gültigkeit, sei aber noch nicht überall in der Praxis umgesetzt. „Deshalb müssen wir noch weiter dafür arbeiten.“ Merkel warb auch für ein internationales Klimaschutz-Abkommen: „Wir brauchen ein internationales Abkommen. Sie wissen, dass wir den Anstieg der weltweiten Temperatur auf unter zwei Grad festlegen wollen. Das bedeutet eine klare Reduktion von CO2-Emissionen mit verbindlichen Zielen.“ In ihrer Rede ging Merkel auch auf den deutsch-chinesischen Menschenrechts- und Rechtsstaatsdialog ein: Es gehe um die Freiheit des Einzelnen, die Vielfalt der Gesellschaft. Der Dialog sei ihr wichtig.