Colani Design Institut in Changzhou eröffnet

Luigi Colani setzt auf "hohes Tempo" © CC/pt
Luigi Colani setzt auf „hohes Tempo“ © CC/pt

CHANGZHOU. Luigi Colani hat eine Vision: „Innerhalb von drei Jahren wird Changzhou zum Epizentrum für internationales Industriedesign“, sagte er am 19. Mai 2014 bei der Eröffnung des Jiangnan Colani Design Instituts. Der Industriedesigner, der seit eineinhalb Jahrzehnten in China aktiv ist und in das von ihm und der Stadt Changzhou jeweils zur Hälfte finanzierten Instituts zehn Millionen Euro investiert hat, glaubt an den „Hunger“ der Chinesen nach modernen Industriedesign und an die technischen Fähigkeiten der chinesischen Ingenieure. China habe das Potenzial zu innovativerer Industriegestaltung, es müsse nur geweckt und in die richtigen Bahnen gelenkt werden. „Gefragt ist mehr Kopfarbeit, anstatt sich auf die Segnungen von Computern zu verlassen.“ Der 85-jährige Colani mahnt zum Umdenken. Er sucht Partnerschaften mit chinesischen Industrieunternehmen wie Haier, Hisense oder Lenovo. Im Flugzeugbau ist die gemeinsame Entwicklung neuer Modelle von Überschallflugzeugen geplant. Auf hohes Tempo setzt Colani auch im Autobau. Sein Projekt „Target 600“ hat ein neues chinesisches Automodell zum Ziel, das auf Geschwindigkeiten von bis zu 600 Kilometern in der Stunde ausgelegt ist. Sein Interesse gilt aber auch der Architektur. Luigi Colani sieht das Institut als „Nukleus“ für die Entwicklung des chinesischen Industriedesigns. Aus dem etwa eine Stunde von Jiangsus Provinzhauptstadt Nanjing entfernt gelegenen Changzhou sollen Impulse für das gesamte Land ausgehen. Changzhou selbst gilt als chinesisches Zentrum für Innovation. In der Stadt befindet sich auch der Chinesisch-Deutsche Innovationspark, ein Projekt der Städte Changzhou und Essen, das gemeinsam mit dem Deutschen Innovationszentrum realisiert wird. pt

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