Russisches ZF-Joint-Venture erweitert die Produktion

In Nabereshnyje Tschelny wurde die Eröffnung einer neuen Werkshalle gefeiert. © ZF
In Nabereshnyje Tschelny wurde die Eröffnung einer neuen Werkshalle gefeiert. © ZF

NABERESHNYJE TSCHELNY. ZF Kama, das Gemeinschaftsunternehmen von Russlands größtem Nutzfahrzeughersteller Kamaz und dem deutschen Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG, erweitert die Fertigung am Standort Nabereshnyje Tschelny. In der Industriestadt in Tatarstan eröffnete das Unternehmen Mitte Januar eine rund 20.000 Quadratmeter große Produktionsstätte, in der ZF Kama die Nutzfahrzeuggetriebe Ecomid und Ecosplit herstellen wird. Die neue Werkshalle ist Teil eines Investitionspakets im Gesamtvolumen von rund 90 Millionen Euro, mit dem die Partner ZF und Kamaz bis 2016 die Kapazitäten am Standort erweitern werden.
Derzeit fertigt das 2005 gegründete Joint Venture, an dem ZF 51 Prozent und Kamaz 49 Prozent der Anteile hält, manuelle ZF-Getriebe der Produktfamilien Ecosplit (16-Gang-Version) und Ecomid (neun Gänge) – zu mehr als 95 Prozent für Kamaz, aber auch für andere russische Hersteller und lokal gefertigte Lkw von Importeuren. Mit dem Umzug in die neue Halle wächst die Werksfläche von ZF Kama von bisher 4.000 auf rund 20.000 Quadratmeter – das heißt etwa um das Fünffache. Damit erhöhen sich auch die Stückzahlen des Joint Ventures signifikant. 2016 sollen in Nabereshnyje Tschelny jährlich anstatt zuletzt 20.000 bis zu 50.000 Ecosplit- und Ecomid-Getriebe vom Band laufen. Parallel dazu soll die Mitarbeiterzahl in den nächsten zwei Jahren von derzeit 350 auf mindestens 550 Beschäftigte steigen.
Mit der erweiterten Produktion will das baden-württembergische Unternehmen außerdem den Lokalisierungsgrad von ZF-Getrieben und -Getriebekomponenten in Russland erhöhen.