China und Belarus vertiefen Zusammenarbeit

Xi Jinping trifft Michail Mjasnikowitsch in der Großen Halle des Volkes. © Xinhua
Xi Jinping trifft Michail Mjasnikowitsch in der Großen Halle des Volkes. © Xinhua

PEKING. China und Belarus wollen ihre wirtschaftliche Zusammenarbeit vertiefen. Das haben die Premierminister beider Länder, Li Keqiang und Michail Mjasnikowitsch, Anfang der Woche in Peking vereinbart. Zur Koordinierung wurde die Bildung einer gemeinsamen Regierungskommission beschlossen, die von den Vizepremierministern beider Länder geleitet wird, und ein Fünfjahresabkommen für die Wirtschaftskooperation bis 2018 unter Dach und Fach gebracht. Danach soll der 2013 nahe Minsk eröffnete chinesisch-belarussische Industriepark weiter ausgebaut werden. Chinesische Unternehmen, die sich in dem Park ansiedeln erhalten Steuer- und andere Vergünstigungen. Beide Seiten wollen darüber hinaus ihre Zusammenarbeit im Bereich Logistik und beim Ausbau der Transportinfrastruktur ausweiten. Weitere Branchen, in denen China und Belarus Perspektiven für gemeinsame Projekte sehen, sind Laser-, Nano- und Biotechnologie sowie Mikroelektronik. Außerdem soll die Kooperation im Finanzsektor vertieft werden.
Laut statistischem Jahrbuch der VR China 2013 wickelte die Volksrepublik 2012 nur 0,23 Prozent seines gesamten europäischen Handels mit Belarus ab. Der bilaterale Handel erreichte ein Volumen von 1,58 Milliarden US-Dollar, davon entfielen knapp 920 Millionen US-Dollar auf chinesische Lieferungen nach Belarus und 663 Millionen US-Dollar auf chinesische Importe aus dem osteuropäischen Staat. Das chinesische Investitionsvolumen in Belarus belief sich auf 53,43 Millionen US-Dollar, 0,06 aller ausländischen Direktinvestitionen Chinas. Belarussische Unternehmen haben 2011 in China 6,64 Millionen US-Dollar investiert, für 2012 liegen keine Zahlen vor.