Nishnij Nowgorod: Deutscher Mittelstand an der Wolga

Im Föderationskreis Wolga liegt Nishnij Nowgorod © OWC
Im Föderationskreis Wolga liegt Nishnij Nowgorod © OWC

Lange Zeit war es Ausländern verboten, das Industrie- und Rüstungszentrum an der Wolga zu besuchen, heute zählt sie zu den Top-Standorten für ausländische Investoren: die rund 450 Kilometer östlich von Moskau gelegene Region Nishnij Nowgorod. Neben großen Konzernen wie Daimler oder Volkswagen, die hier mit dem traditionsreichen Autobauer GAZ kooperieren, haben auch zahlreiche deutsche Mittelständler und Familienunternehmen wie Leoni, Knauf, Freudenberg oder Liebherr den Schritt in die Provinz gewagt.

Škoda- und Sprinter-Produktion bei GAZ
Man hört selten von der Wolga-Region Nishnij Nowgorod, ohne dass der Name GAZ fällt. 1932 als Resultat des ersten Fünfjahrplans der Sowjetunion gegründet, bestimmt das Gorkowskij Awtomobilnyj Sawod noch heute das Antlitz und die wirtschaftliche Bedeutung der Gebietshauptstadt Nishnij Nowgorod, die von 1932 bis 1990 Gorki hieß. Wenn man mit dem Suchoi Superjet am Flughafen Strigino gelandet ist und von dort aus in die Stadt fährt, kommt man auf der kilometerlangen Lenin-Allee an den nicht enden wollenden Mauern des riesigen Werksgeländes vorbei. Geschmückt ist die Zubringerstraße mit den Gesichtern ehemaliger GAZ-Mitarbeiter, die sich im Werk verdient gemacht haben und nun auf Schautafeln geehrt werden.
Auch die großen deutschen Namen Volkswagen und Daimler sind in Nishnij Nowgorod mit GAZ verbunden. Der traditionsreiche russische Autokonzern stand in der Finanzkrise 2009 kurz vor der Pleite und geriet ins Trudeln. GAZ wollte seinerzeit in Zusammenarbeit mit der Sberbank und dem kanadisch-österreichischen Kfz-Zulieferer Magna International beim deutschen Autobauer Opel einsteigen und den Rüsselsheimer Konzern vom bisherigen Besitzer General Motors übernehmen.
Ursprünglich sollte der Opel für den russischen Markt an der Wolga gefertigt werden. Doch der Deal wurde abgesagt und die Hoffnung auf fortschrittliche Technologie, die mit dem Kauf ins Unternehmen kommen und die eigene veraltete Produktpalette aufwerten sollte, war zunächst dahin.
Das Investment von VW gab dem Standort neuen Schwung: Die Volkswagen Group Rus startete hier Ende 2011 in Zusammenarbeit mit GAZ die Montage des Škoda Yeti. Mittlerweile läuft auch der Škoda Octavia in Nishnij Nowgorod vom Band. Um die Produktion für beide Modelle aufzunehmen, investierten die Partner VW, GAZ und Škoda insgesamt rund 300 Millionen Euro in neue Anlagen und umfassende Modernisierungsmaßnahmen.

Seit Juli 2013 wird im Gorki-Automobilwerk auch der Mercedes Sprinter produziert. © GAZ-Gruppe
Seit Juli 2013 wird im Gorki-Automobilwerk auch der Mercedes Sprinter produziert. © GAZ-Gruppe

Seit Juli dieses Jahres produziert auch Daimler an der Lenin-Allee Transporter für den russischen Markt. Mercedes-Benz Vans investierte gemeinsam mit GAZ über 190 Millionen Euro in Produktanpassung, die Fertigung und das Vertriebsnetz für den „Sprinter“. Auf einer Podiumsdiskussion der AHK Russland zum Thema Produktionslokalisierung, die Mitte September im Rahmen des International Business Summits 2013 in Nishnij Nowgorod stattfand, kommentierte der Daimler-Manager Thomas Unger: „Die Sprinter-Montage funktioniert, aber Zulieferteile zu finden, ist schwierig.“ Daimler könne bis auf Reifen, Batterien und einige Flüssigkeiten kaum lokal einkaufen.
Die Thematik beschäftigt zahlreiche deutsche Unternehmen in ganz Russland. Doch auch in der zweiten Reihe tut sich etwas in der Oblast Nishnij Nowgorod, zumindest was ausländische Zulieferer betrifft. „Praktisch jedes Jahr eröffnet ein neues Werk im Gebiet Nishnij Nowgorod“, bestätigt ein Vertreter der hiesigen Business Community. Viele kommen wegen der hier angesiedelten Kfz-Industrie oder aber wegen der nahegelegenen Automobil-Cluster in Moskau, Togliatti und St. Petersbug, die nur 450, 650 beziehungsweise 1.000 Kilometer entfernt sind.

Bedeutung zurückgewinnen
Ein Beispiel ist Leoni, der Nürnberger Hersteller von Drähten, Kabeln und Bordnetz-Systemen, der sich mit der OOO Leoni Wiring Systems Zavolzhie in der Stadt Sawolshje niedergelassen hat, die 60 Kilometer flussaufwärts von Nishnij Nowgorod liegt.
Die Fahrt nach Sawolshje, raus aus Nishnij Nowgorod, führt zunächst durch den Nowgoroder Industriebezirk Sormowo, einen von acht Bezirken der Stadt. Beispielhaft steht Sormowo für den Zusammenbruch ganzer Industriekomplexe nach dem Zerfall der Sowjetunion. Etliche Betriebe sind kaputtgegangen und liegen brach, die Wohnungen in den Arbeitersiedlungen scheinen dem Zerfall preisgegeben. Doch „Sormowo erlangt gerade seine alte Bedeutung wieder“, wissen Einheimische. Schließlich sei der Bezirk berühmt, etwa für das Maschinenbau-Werk Krasnoje Sormowo, zu dem auch die Wolga-Schiffswerften gehören und das schon im 19. Jahrhundert mit der Produktion von Dampfschiffen begann und sich schnell zum wichtigen Rüstungsbetrieb entwickelte. Krasnoje Sormowo hat den Umbruch überlebt, genau wie der Militärflugzeughersteller Sokol, der seit 1932 in Nishnij Nowgorod unter anderem MiG-Kampfflugzeuge herstellt. Oder auch die Konfektfabrik Sormowskaja, die 1937 startete, um Sormowo und ganz Nishnij mit Süßwaren zu versorgen. Die Arbeiter sind geblieben und froh darüber, dass die Regierung jetzt wieder investiert und Stück für Stück zumindest einige der alten Fabriken modernisiert. Auch abseits der Industrie entwickelt sich ein lebendiges Szeneleben mit Kultur, Kino und Theater.
Sawolshje, der „Ort hinter der Wolga“, ist eine sehr junge Stadt. Erst 1964 wurde ihr das Stadtrecht verliehen. Zuvor war es eine Arbeitersiedlung, die entstand, als der Staudamm des Gorki-Stausees an der Wolga errichtet wurde. Sawolshje entwickelte sich zu Sowjetzeiten schnell zu einem bedeutenden Standort für den Maschinen- und Fahrzeugbau. Der wichtigste Arbeitgeber ist das Dieselmotorenwerk Sawolshskij Motornij Sawod (ZMZ), das unter anderem GAZ als Zulieferer dient.

 

Über 1.100 Arbeiter stellen im Leoni-Werk in Sawolshje Kabelsätze her. © OWC
Über 1.100 Arbeiter stellen im Leoni-Werk in Sawolshje Kabelsätze her. © OWC

Kfz-Cluster erreichbar
Seit fünf Jahren ist auch Leoni in der Stadt. Durch die Übernahme der Bordnetzsparte des französischen Zulieferers Valeo im Jahr 2008 ist Leoni an die französische Valeo-Kunden herangekommen. In Russland produziert das deutsche Unternehmen seitdem unter anderem für die Renault-Nissan-Allianz. Leoni stellt mit derzeit 1.153 Beschäftigten in Sawolshje Kabelsätze für den Renault Logan, den Dacia Sandero sowie für den Nissan X-Trail her. Außerdem produzieren die Deutschen in Sawolshje für das AvtoVAZ-Werk in Togliatti Kabelsätze für den RF 90 Lada Largus, den LB1A Nissan Bluebird und den X52 New Logan. Sicher hatte der Nürnberger Konzern bei seiner Ansiedlung in Sawolshje auch VW in Nishnij Nowgorod als Kunden im Auge, aber noch wird die deutsche Produktion im GAZ-Werk nicht von Leoni beliefert.
Bisher ist das Werk zur Hälfte ausgelastet. „Wir wachsen noch weiter“, erklärt Finanzchef Jean-Christophe Bry. „Bis 2016 werden wir mindestens 85 Prozent der Werkskapazitäten nutzen und wollen bis 2017 fast 100 Prozent erreichen.“ Die Mitarbeiterzahl soll sich in den kommenden vier Jahren auf etwa 2.000 Beschäftigte verdoppeln. Die Produktion bei Leoni ist sehr personalintensiv und die Fluktuation im Werk ist hoch. „Auf 20 Leute, die wir pro Woche neu einstellen, kommen zwölf bis 13, die das Unternehmen wieder verlassen“, so Bry. Leoni hat eigene Buslinien eingerichtet, damit sie auch Arbeiter aus weiter entfernten Orten der Oblast einstellen können. Zuletzt musste das Unternehmen die Löhne um rund 25 Prozent erhöhen, um die Belegschaft halten zu können. „Wir sind nicht der einzige Arbeitgeber hier“, sagt der Expatriate Bry mit Blick auf den Motorenhersteller ZMZ. Aber viele der Mitarbeiter seien auch schon seit dem Start 2008 dabei. Bry sieht die Vorteile gegenüber anderen Standorten: „Geografisch betrachtet sind die Auto-Cluster Moskau, St. Petersburg und Togliatti für uns als Zulieferer erreichbar.“ Die Zusammenarbeit mit den Behörden, sowohl in Moskau als auch in Nishnij Nowgorod, laufe gut. „Der Wille, Investoren heranzuholen, ist da“, sagt der Leoni-Manager. Zwar sei die Steuergesetzgebung sehr anspruchsvoll und mit viel Bürokratie verbunden, dafür sei jedoch der Körperschaftsteuersatz von 20 Prozent trotz der Bürokratie und der nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben relativ attraktiv.

 

Blick vom Kreml über die Gebietshauptstadt Nishnij Nowgorod © OWC
Blick vom Kreml über die Gebietshauptstadt Nishnij Nowgorod © OWC

Engagierte Investorenbetreuung
Auch andere Investoren zeigen sich mit dem Standort zufrieden. „Bei der Administration wird nichts auf die lange Bank geschoben, Probleme werden nicht verschleppt“, bestätigt ein Vertreter der internationalen Business Community, der aus Gründen der Firmenpolitik nicht näher genannt werden möchte. „Hier kümmert sich ein engagiertes Team um die Investoren.“ Natalja Kasatschkowa, die Vize-Gouverneurin und Chefin des Ministeriums für Investitionspolitik, sei hochkompetent, heißt es.
Eine effektive Investitionsgesetzgebung zählt Schott, der deutsche Hersteller von pharmazeutischen Verpackungen, zu den Vorteilen der Oblast. „Von der Investitionsentscheidung bis zum ersten Produkt hat es bei uns zwölf Monate gedauert“, berichtet der für Russland zuständige Vertriebsleiter Sergej Sokolow auf der Podiumsdiskussion der AHK Russland in Nishnij Nowgorod. Schott stellt seit Mai 2011 Ampullen und Fläschchen für die russische Pharmaindustrie in Sawolshje her, und das Werk sei laut Sokolo mittlerweile „auf einem Niveau angelangt, das der Qualität in Deutschland oder der Schweiz gleicht“.
Das russische Schott-Werk hat sich in einem Industriepark niedergelassen, den die deutsche Unternehmensgruppe Freudenberg 2004 erworben und sukzessive renoviert hat. Der Konzern mit Sitz in Weinheim ist am Standort Sawolshje mit den Unternehmensbereichen Freudenberg Politex, EagleBurgmann und Freudenberg Haushaltsprodukte vertreten, wobei Politex den größten Teil der Niederlassung einnimmt. 2006 fiel der Startschuss für die erste Produktion von Freudenberg Politex. Das Unternehmen produziert hier Vliesstoffe aus Polyester für die Baustoffindustrie, die hauptsächlich als Träger für Bitumenmembranen zur Dachabdichtung verwendet werden. Auf den Anlagen, die technisch auf dem neuesten Stand sind, entstehen in Sawolshje täglich etwa 200 Rollen Spinnvlies- und Stapelfaserstoffe, hauptsächlich für den russischen beziehungsweise den GUS-Markt. Damit ließen sich rund 60 Fußballfelder abdecken. 95 Mitarbeiter arbeiten hier in Schichten, 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Rund 35 Millionen Euro Umsatz hat Freudenberg Politex damit 2013 gemacht, so der für Russland verantwortliche Freudenberg-Repräsentant Andrej Deko. Auch er lobt Sawolshje als einen guten Standort für Investmentprojekte. „Es ist nicht so chaotisch und nicht so teuer wie Moskau“, bemerkt er. Auch Transport und Logistik funktionieren hier gut, Deko kann seine Kunden per Straße oder Schiene beliefern. Sein Kollege Erminio Pagani sagt, es gebe keine signifikanten Probleme: „Wenn, dann sind der Zoll und die föderale Gesetzgebung eine Herausforderung.“ Die Zollverwaltung sei aufwendig, aber im Zuge des WTO-Beitritts erwarten die Manager künftig Verbesserungen. „Politex importiert rund 60 Prozent der hier benötigten Rohstoffe und ist damit einer der besten Kunden des lokalen Zolls“, sagt Pagani.

 

Außenhandel der Region Nishnij Nowgorod / Quelle: Nizhstat
Außenhandel der Region Nishnij Nowgorod / Quelle: Nizhstat

Chemiekomplex Dsershinsk
Auch in der 250.000 Einwohner zählenden Stadt Dsershinsk haben sich deutsche Unternehmen angesiedelt. Die Großstadt ist nicht viel älter als Sawolshje und ähnlich wie die deutschen Städte Wolfsburg oder Eisenhüttenstadt in den 1930er Jahren auf dem Reißbrett entstanden – als Chemiestandort der Sowjetunion. Das wird schnell deutlich, wenn man Dsershinsk besucht. Die Fahrt in die Innenstadt führt durch den Industriebezirk Igumnowo. Hier sitzen der russische Petrochemiekonzern Sibur-Neftechim, der US-amerikanische Konsumgüter-Konzern Procter & Gamble sowie Korund, eines der ältesten Chemiewerke des Landes und gleichzeitig einer der größten russischen Produzenten von PVC-Rohren.
Die Tatsache, dass Dsershinsk auch heute noch das Chemiezentrum des Landes ist, macht den Standort für die ThyssenKrupp Uhde interessant. Das Dortmunder Unternehmen plant und baut Chemie-, Raffinerie- und anderen Industrieanlagen und ist seit den 90er-Jahren in Dsershinsk aktiv. Seit 2009 firmiert die Firma als OOO Uhde Russia. Über die schrittweise Akquisition des 1953 gegründeten und nach der Wende privatisierten Design-Instituts Gipropolimer Dsershinsk gelang Uhde 1994 der Schritt in den russischen Markt. „Hier waren die Chemieanlagen und damit auch unsere Kunden“, erläutert Sven Müller-Rinke, der den Standort gemeinsam mit zwei weiteren Expatriats leitet. Rund 470 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen in Dsershinsk und baut dabei auf das hier traditionell vorhanden Know-how.

 

Produktion von Gipsfaserplatten im Knauf-Werk in Dsershinsk © Knauf
Produktion von Gipsfaserplatten im Knauf-Werk in Dsershinsk © Knauf

Anlagenplanung weltweit
Die OOO Uhde Russia plant nicht nur Industrieanlagen für den russischen Markt. „Wir arbeiten eng mit der Muttergesellschaft in Dortmund und mit dem Büro in Bad Soden zusammen“, erklärt Müller-Rinke. Hier in Dsershinsk werden je nach Auftrag Anlagen für die ganze Welt konzipiert. Das Firmenmotto lautet „One Uhde“, das heißt für alle Projekte weltweit können prinzipiell alle Kapazitäten genutzt werden, es gibt einen globalen Ingenieurpool, der je nach erforderlichem Know-how in Anspruch genommen wird.
Ein etwas exotischerer Auftrag nebenbei – quasi unter deutschen Investoren in Nishnij Nowgorod – waren Uhdes Leistungen für das Liebherr-Werk in Dsershinsk. Ja, auch hier war die OOO Uhde Russia an der Konzeption beteiligt. Im Juni 2011 hat die Firmengruppe Liebherr ihre Produktionsstätte in Dsershinsk eröffnet. Nachdem Liebherr in Moskau vor gut zehn Jahren mit einer Vertriebsgesellschaft startete, wollte das Familieunternehmen in Russland nicht mehr länger nur als Importeur, sondern auch als Produzent auftreten. Die Produktion in Dsershinsk begann zunächst auf einfachem Niveau, wurde aber mit modernsten Fertigungs- und Montagetechnologien ausgestattet und soll Stück für Stück weiter ausgebaut werden. Auf dem gut 120 Hektar großen Grundstück werden bisher Komponenten für Baumaschinen wie Erdbewegungsgeräte oder Turmdrehkrane gefertigt beziehungsweise montiert. Die zweite am Standort Dsershinsk ansässige Gesellschaft ist die Liebherr-Aerospace Nizhny Novgorod OOO. Sie fertigt Schlüsselkomponenten für Flugsteuerungssysteme.
Zu Liebherr und Uhde gesellt sich in Dsershinsk auch der Russland-Pionier Knauf. Der deutsche Baustoffproduzent hat hier 1995 eine seit 1986 bestehende Produktion von Gipsfaserplatten übernommen und seitdem insgesamt 34 Millionen Euro in den Standort investiert, an dem etwa 300 Beschäftigte arbeiten. Rund um die Uhr werden im Dsershinsker Werk aus Stuckgips und gequollenem Altpapier mit speziellen Zusätzen Gipsfaserplatten für Kunden aus Russland und den GUS-Staaten hergestellt. Außerdem produziert Knauf hier Klebe- und Spachtelmassen, die man für die Verwendung der Gipsfaserplatten benötigt. Auf dem Gelände wurde wie an anderen Knauf-Standorten auch ein Schulungszentrum geschaffen, in dem Facharbeiter aus sieben Regionen des Wolga-Föderationsdistriktes ausgebildet werden. Das Zentrum kooperiert mit 48 Bildungseinrichtungen aus den Gebieten Tschuwaschien, Mordwinien, Mari El, Wladimir, Iwanowo, Pensa und Nishnij Nowgorod.

Mehr als GAZ
Sei es wegen Dsershinsk und seiner „Chemie-Vergangenheit“ oder wegen der Fahrzeugbau-Zentren Sawolshje und Nishnij Nowgorod – die deutschen Unternehmen sind aus verschiedensten Gründen in die Oblast gekommen. Seit sich Nishnij Nowgorod dem Ausland geöffnet hat, errichten von Jahr zu Jahr mehr Investoren ihre Produktionsstätten in der Region und beliefern damit unter anderem die russische Baustoff-, Pharma- oder Öl- und Gasindustrie. Wenngleich das Gorkier Automobilwerk die Region geprägt hat: Nishnij Nowgorod ist mehr als nur GAZ. Das beweisen nicht zuletzt die deutschen Mittelständler, die sich durchaus vielfältig hier angesiedelt haben. gh

Der Beitrag ist erschienen in Ost-West-Contact 11/2013.