Linde AG mit neuem Auftrag aus Kasachstan

Petrofac ist Konsortialführer bei diesem Engineering-Projekt. © Petrofac
Petrofac ist Konsortialführer bei diesem Engineering-Projekt. © Petrofac

MÜNCHEN. Der Münchner Technologiekonzern Linde hat einen weiteren Auftrag aus Kasachstan erhalten. Im Konsortium mit dem britischen Anlagenbauer Petrofac und der GS Engineering & Construction Corporation aus Südkorea wurde Linde von der KLPE LLP (Kazakhstan LG Poly Ethylene) in einer ersten Phase mit Engineering-Arbeiten für einen integrierten Petrochemie-Komplex in der Region Atyrau beauftragt. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf insgesamt 77 Millionen US-Dollar. Auf Basis dieser grundlegenden Entwurfsplanungen soll eine Investitionsentscheidung getroffen werden. Falls es zum finalen Investment kommt, will KLPE in einer zweiten Phase nahe Atyrau für geschätzte 3,5 Milliarden US-Dollar eine zweisträngige Polyethylen-Anlage bauen lassen, wobei jeder Strang eine Kapazität von 400.000 Tonnen haben soll.
Die zweite Phase des Auftrags würde die Planung, die Beschaffung, den Bau und die Inbetriebnahme einer Luftzerlegungsanlage, eines Ethancracker, von Polyethylen-Anlagen und Gas-Pipelines sowie der gesamten Hilfssysteme für die Anlage beinhalten.
Das Projekt wird im Rahmen des kasachischen „Staatsprogramms zur Entwicklung der petrochemischen Industrie 2008-2013“ umgesetzt und zielt darauf ab, das Gas aus dem Tengiz-Ölfeld als unverarbeiteten Rohstoff zu nutzen, um daraus petrochemische Produkte mit hoher Wertschöpfung für den Inlands- und Auslandsmarkt herzustellen.
KLPE ist ein Gemeinschaftsunternehmen des südkoreanischen Chemiekonzerns LG Chem (50 Prozent), der Firmenholding SAT & Company (25 Prozent) und der Vereinigten Chemieunternehmen (UCC, 25 Prozent).