Coface-Studie: Top-500-Unternehmen mit starken Gewinneinbrüchen

Bei der Vorstellung der Studie in Wien © Coface/ APA/ Preiss
Bei der Vorstellung der Studie in Wien © Coface/ APA/ Preiss

WIEN. Die 500 größten Unternehmen in Zentral- und Osteuropa haben im vergangenen Jahr durchschnittlich fünf Prozent mehr umgesetzt, aber Nettogewinneinbrüche von mehr als 30 Prozent hinnehmen müssen. Das ist das Ergebnis der Studie „CEE Top 500“, die der französische Kreditversicherer Coface Ende September in Wien vorstellte. Mehr als ein Drittel der Top-Firmen der CEE-Region stammen wie im Jahr zuvor aus Polen. Die 171 polnischen Top-Firmen generierten einen Umsatz von 234 Milliarden Euro – das ist ein Anstieg um sechs Prozent verglichen mit 2011. Die polnischen Big Player mussten allerdings beim Nettogewinn erstmals auch einen Rückgang von 30 Prozent hinnehmen. Den zweiten Platz im CEE Top 500-Ranking nimmt Ungarn mit 66 Unternehmen ein. Rumänien schaffte mit 54 Firmen und einem Sprung vom fünften auf den dritten Platz unter die Top 3-Länder und verdrängt dort die Ukraine. Die meisten Unternehmen der CEE Top 500 stammen aus dem Öl- und Gassektor. Der Bereich Energieversorgung steht weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Aus der drittwichtigsten Branche, dem Automobilsektor, kommen die Top-Performer der Studie, darunter Mercedes Benz Manufacturing Ungarn oder Ford Rumänien.

Während nur wenige Branchen ein Umsatzwachstum verzeichneten – wie der Autohandel, die Nahrungsmittelindustrie oder der Großhandel – zeigten viele Branchen einen negativen Trend innerhalb des Top 500-Rankings: Bauwesen, Elektronik, Metallindustrie, Bergbau und Telekommunikation.