BASF startet Betonzusatzproduktion in Tatarstan

Additive verändern zum Beispiel das Fließvermögen von Beton © BASF
Additive verändern unter anderm das Fließvermögen von Beton © BASF

KASAN. Der deutsche Mischkonzern BASF hat Anfang September eine neue Produktionslinie für Bauchemikalien in Kasan eingeweiht. Die Anlage befindet sich im Businesspark Technopolis Chimgrad, im Nordwesten der Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan. Dort werden künftig zwanzig verschiedene Zusatzmittel für Beton hergestellt. Sie sorgen dafür, dass der Baustoff schneller aushärtet und auch bei niedrigen Temperaturen über einen längeren Zeitraum verarbeitet werden kann. Um das Produkt auf die Bedürfnisse der Kunden im russischen Wolga-Distrikt anzupassen, werden bei der Zusammenstellung der Chemikalien die Qualitäten regionalen Zements und anderer lokaler Betonrohstoffe berücksichtigt, erklärte BASF in einer Unternehmensmitteilung. Einsatzbereiche finden sich bei der Verarbeitung von Fertigbeton, Straßenbelägen und Betonwaren wie Pflastersteinen.
Zum Investitionsumfang wollte BASF auf Nachfrage von Ost-West-Contact keine Angaben machen. Die Anlage sei so ausgelegt, dass ihre Kapazität bei Bedarf kurzfristig erhöht werden könne, hieß es. In Kasan sind zunächst sechs Mitarbeiter beschäftigt. Eine ähnliche Anlage für die Herstellung von Betonzusatzmittel betreibt BASF seit 2012 in Podolsk bei Moskau.