Indien muss Rahmenbedingungen für Investoren verbessern

Die Handelskammer Hamburg in der Innenstadt © Handelskammer
Die Handelskammer Hamburg in der Innenstadt © Handelskammer Hamburg

HAMBURG. „Indien muss seine Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen nachhaltig verbessern, wenn es sein Potenzial auf Dauer nutzen will.“ Diese Forderung stellte Fritz Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg, bei der Auftaktveranstaltung der „India Week Hamburg 2013“. Außerdem müsse das Land dafür sorgen, dass die Gesetze zum Schutz der Frau eingehalten und mehr Sicherheit für Frauen in Öffentlichkeit und Familie sicher gestellt werden. Auch die Wirtschaft könne dazu einen Beitrag leisten: „Die Gleichbehandlung der indischen Frauen in der Arbeitswelt ist eine Aufgabe, der sich alle in Indien tätigen Unternehmen stellen müssten, gerade auch die deutschen, von denen viele schon als Vorbild aktiv sind“, so Melsheimer. Indien sei weiterhin ein hochinteressanter Markt, auf dem Unternehmen aus der Hansestadt künftig ihre Chance nutzen sollten. So können Hamburger Unternehmen das von der indischen Wirtschaft benötigte Know-how etwa im Bereich Erneuerbare Energien ebenso bieten wie Erfahrungen beim Management von Containerterminals oder kompletten Hafenanlagen. 470 Unternehmen in Hamburg sind im Geschäft mit Indien beteiligt, 100 von ihnen sind dauerhaft mit einem Vertreter oder einer Niederlassung, einer Tochtergesellschaft oder einer Produktionsstätte vertreten. Umgekehrt nutzen 20 indische Unternehmen den Standort Hamburg als Sprungbrett für den europäischen Markt. Der „India Desk“ in der Handelskammer betreut Hamburger Firmen, die einen Markteintritt in Indien anstreben, überdies gibt es eine Hamburger Repräsentanz in Mumbai, die gemeinsam von Handelskammer, Senatskanzlei und Hafen Hamburg Marketing getragen wird.