Bayern eröffnet zweite Repräsentanz in China

Shenzhen ist ein wichtigstes Industrie- und Wirtschaftszentrum in Nachbarschaft von Hongkong © Mauchai/Wikipedia
Shenzhen ist Industrie- und Wirtschaftszentrum © Mauchai/Wikipedia

MÜNCHEN/SHENZHEN. Der Freistaat Bayern hat in Shenzhen ein zweites chinesisches Repräsentanzbüro eröffnet. Die bezirksfreie Stadt in der südchinesischen Provinz Guangdong liegt in unmittelbarer Nachbarschaft von Hongkong. Sie hat den Status einer Sonderwirtschaftszone und zieht viele ausländische Investoren an. Die Aufgabe des neuen Chefrepräsentanten in China hat bereits Mitte Juli Markus Wittmann übernommen. Er baute im Jahr 1997 auch das erste chinesische Repräsentanzbüro der Bayern in Jinan, Provinz Shandong, auf. 2004 wurde dieses Büro in die Wirtschaftsmetropole Qingdao umgesiedelt. Wittmann war mehrere Jahre Leiter von Invest in Bavaria, der Ansiedlungsagentur des Freistaats Bayern, und von 2008 bis 2013 Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Groß- und Außenhandel, Vertrieb und Dienstleistungen Bayern.

China ist mit über 27 Milliarden Euro Handelsvolumen im Jahr 2012 der mit Abstand wichtigste Handelspartner Bayerns in Asien und der drittwichtigste Handelspartner weltweit. Deutschland ist wiederum der bedeutendste Handelspartner Chinas in der EU. 19 Prozent des deutsch-chinesischen Handelsvolumens bestreiten bayerische Firmen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Über 2.000 bayerische Unternehmen sind in China aktiv und haben Geschäftsbeziehungen dorthin.