Langsame Konjunkturerholung in Osteuropa

Aktuelle Prognose für Osteuropa © wiiw
Die aktuelle Prognose für Osteuropa © wiiw

WIEN. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) sieht in seiner heute veröffentlichten Wirtschaftsprognose für die Region Mittel- und Osteuropa eine allmähliche Konjunkturerholung. Die weiterhin schwache Nachfrage von den Auslandsmärkten sowie die ungewisse Erholung der Investitionen lassen für 2013 jedoch nur bescheidene Wachstumsaussichten erwarten. Die Gruppe der „überdurchschnittlichen Performer“ sei geschrumpft. Polen und die Slowakei gehören derzeit zu den Volkswirtschaften, die nur langsam wachsen. Slowenien, Kroatien und Tschechien bleiben in der Rezession. Für Russland, die Ukraine und die baltischen Staaten erwarten die Analysten eine Wachstumsverlangsamung. Einige Balkanländer sehen sich mit Strukturproblemen konfrontiert, etwa Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina. Im Unterschied dazu gelingt es Albanien und Kosovo, einen relativ hohen Wachstumspfad zu halten. In den kommenden beiden Jahren wird sich die Dynamik in der Gesamtregion wieder beschleunigen. Grund hierfür ist vor allem die Verbesserung der Auslandsnachfrage sowie der für einige Länder erwartete Anstieg der Investitionen. Dennoch bleibt mit Ausnahme Kasachstans der Großteil der Länder unter dem Potenzialwachstum.